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Trockenheit: Flanderns Wassergesellschaften garantieren Trink- und Leitungswasser bis September

Die Trockenheit lässt sich auch im belgischen Bundesland Flandern immer deutlicher spüren. Hier hat es seit dem 1. März nicht mehr richtig geregnet. Und am vergangenen Wochenende ist deutlich mehr Trinkwasser verbraucht worden, als eigentlich üblich - ein Anstieg um etwa 17 %. Dadurch sinken die Grundwasserpegel und steigt die Waldbrandgefahr. Die lokalen und regionalen Wassergesellschaften in Flandern garantieren, dass ausreichend Trinkwasser vorhanden ist und dass dies bis September reichen werde. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Trockenheit lässt sich auch im belgischen Bundesland Flandern immer deutlicher spüren. Hier hat es seit dem 1. März nicht mehr richtig geregnet. Und am vergangenen Wochenende ist deutlich mehr Trinkwasser verbraucht worden, als eigentlich üblich - ein Anstieg um etwa 17 %. Dadurch sinken die Grundwasserpegel und steigt die Waldbrandgefahr. Die lokalen und regionalen Wassergesellschaften in Flandern garantieren, dass ausreichend Trinkwasser vorhanden ist und dass dies bis September reichen werde. 

AquaFlanders, der Dachverband der flämischen Wasserbetriebe verspricht die Lieferung von Trinkwasser bis September und auch, wenn es bis dahin nicht mehr regnen sollte. Es bestehe keine akute Gefahr für die Trinkwasserversorgung in Flandern, heißt es dazu von Seiten der Gesellschaft. 

Doch so ganz ohne Bedingung kann dieses Versprechen wohl nicht eingehalten werden, denn es darf nichts dazwischen kommen. Vorbedingung ist auch, dass die Gesellschaft sparsam mit dem Trinkwasser umgeht: „Den Rasen sprengen ist nie eine gute Sache…“ Doch noch seien keine spezifischen Vorgehensweisen oder Maßnahmen in Flandern vorgesehen und der „Statusindikator steht noch immer auf grün.“ 

„Wir werden nichts verbieten“, so Carl Heyman, Generaldirektor von AquaFlanders gegenüber VRT NWS: „Denken Sie darüber nach, ob man aufblasbare Plantschbecken nicht gemeinsam mit Nachbarn aufbauen kann. Und verwenden sie das Wasser danach bitte weiter.“ 

Effiziente Wassernutzung in der Landwirtschaft

Noch kann es die Technologie nicht regnen lassen, doch sie kann dabei helfen, so effektiv wie möglich mit Wasser in der Landwirtschaft umgehen. Netzwerke mit Messstationen können die Landwirte dabei unterstützen, wie sie am besten wässern. In Bierbeek in der Provinz … ist ein solches Netzwerk am Montag in Betrieb genommen worden. 

Doch der Hydrologe Patrick Willems warnt vor den Folgen der Trockenheit, denn die Regenmenge, die das Königliche Wetteramt KMI in Ukkel/Brüssel registriert hat, ist so niedrig, wie seit 132 Jahren nicht mehr: „In diesem Augenblick ist es in den Provinzen Ost- und Westflandern und in Antwerpen verboten, Wasser aus den Wasserläufen abzupumpen. Wenn die Trockenheit bis zum Ende des Sommers anhalten sollte, dann kann die Lage ernster als in den letzten Jahren werden. Und dann müssen wir eventuell Maßnahmen in Richtung der Trinkwasserproduktion nehmen. Doch gut, noch ist die Lage unter Kontrolle.“ 

Inzwischen plädieren alle Beteiligten dafür, Wasser zu sparen. AquaFlanders macht dies, Hydrologen, wie Patrick Willems und auch Flanderns Landwirtschafts- und Umweltminister Jo Brouns von den flämischen Christdemokraten CD&V: „Wir können als Bürger unser Steinchen beitragen, in dem wir vorsichtig mit Trink- und Regenwasser umgehen.“  

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