Nach der Gewalt am Rande des Pokalfinales am 4. Mai hat der Bürgermeister der Brüsseler Gemeinde Anderlecht den Fans des FC Brügge die Teilnahme an der Partie gegen den RSC am kommenden Sonntag im Play-Off untersagt. Die Brügger Fans dürfen an diesem Tag offiziell das Grundgebiet der Gemeinde Anderlecht nicht betreten, auch wenn sie versuchten, dies per Gerichtsbeschluss zu verhindern.
Die Fans des FC Brügge sind definitiv vom Spiel gegen den RSC Anderlecht ausgeschlossen
„Diese Verordnung zielt darauf ab, sowohl die öffentliche Ordnung zu wahren, als auch auch die Sicherheit der Brügger Fans zu gewährleisten, die sich nach den gewalttätigen Zwischenfällen, für die einige von ihnen beim Pokalfinale gesorgt haben, Vergeltungsmaßnahmen aussetzen würden", so Anderlechts Bürgermeister Fabrice Cumps (PS).
Bei den Krawallen in Brüssel am 4. und 5. Mai waren rund 80 Personen verletzt worden. Aggressive Brügger Hooligans hatten in den Gemeinden Jette und Molenbeek unter Geschäfte und Anwohner angegriffen und rassistische Parolen gegrölt.
Daraufhin war es zu weiteren Ausschreitungen gekommen, weil aufgebrechte Brüsseler Jugendliche und potentielle Krawallmacher nach dem Spiel wahllos Brügge-Fans und die Polizei angegriffen hatten. Diese Krawalle hatten bis in den späten Sonntagabend gedauert und waren am Montag wieder aufgeflackert.
Club Brügge hatte das Pokalfinale mit 2:1 gegen den RSC Anderlecht gewonnen, muss aber jetzt in der Meisterschaftsrunde ein weiteres Mal in dieser Saison gegen die Brüsseler antreten. Brügge-Anhänger hatten versucht, das Verbot wieder nach Anderlecht zu kommen, gerichtlich aufzuheben, doch ein Brüsseler Gericht verwarf diesen Versuch und auch Gespräche der Vereinsführung des FC Brügge mit der Anderlechter Kommunalverwaltung brachten nichts.
