Rund 19.500 Neuankömmlinge in Flandern haben im vergangenen Jahr einen Kurs zur sozialen Orientierung besucht. Das sind rund 7 % mehr als noch vor 5 Jahren, wie aus den Statistiken der flämischen Landesagenturen für Integration und Einbürgerung ersichtlich ist.
Hohe Erfolgszahlen bei den Einbürgerungskursen für Neuankömmlinge in Flandern
Etwa die Hälfte tat dies völlig freiwillig, während die andere Hälfte einen obligatorischen Integrationskurs absolvieren musste. Dazu gehören Menschen aus einem Nicht-EU-Land, die z.B. im Rahmen des Familiennachzuges zu einem Belgier oder zu einem bereits Eingebürgerten ziehen. Andere sind vor einem Krieg geflohen und müssen sich in Flandern noch orientieren.
„Diese Kurse helfen den Neuankömmlingen dabei, sich zu Hause fühlen zu können. Sie kommen damit auch leichter aus der Isolation ihrer Gemeinschaften, da sie aus anderen Kulturen kommen“, so Flanders Landesministerin für Integration und Einbürgerung Hilde Crevits von den flämischen Christdemokraten CD&V).
Der soziale Orientierungskurs hilft den Neuankömmlingen, sich mit dem täglichen Leben in Flandern und Brüssel vertraut zu machen. Der Kurs dauert 60 Stunden und behandelt die Themen Rechte und Pflichten, Bildung, Arbeit, Gesundheit und Wohnen und wird so weit wie möglich in der eigenen Sprache angeboten. Nach dem Kurs müssen die Betroffenen einen Multiple-Choice-Test absolvieren, den rund 90 % der Kursisten bestehen.
Derzeit wird der Kurs in 38 Sprachen angeboten. Seit 2022 wird das erworbene Wissen durch eine Kombination aus einem standardisierten Test und einer Prozessbewertung während des Unterrichts bewertet.
