Die Region Brüssel-Hauptstadt erkennt das Handwerk der Schokoladeherstellung bzw. der lokalen Chocolatiers fortan als immaterielles Kulturerbe an. Damit erhofft sich die Region, auch den Rest des Landes dazu anspornen zu können, diesen Schritt ebenfalls zu gehen. Mittelfristig könnte der Beruf des Chocolatiers in Belgien zum UNESCO-Weltkulturerbe werden.
Brüssel erkennt das Handwerk der Chocolatiers als immaterielles Kulturerbe an
Nach dem Bier, dem traditionellen Puppentheater und dem Blumenteppich auf dem Großen Markt bekommt Brüssel jetzt ein weiteres Kulturerbe hinzu. Die Chocolatiers in der Hauptstadt-Region üben jetzt ein regional geschütztes Handwerk aus.
Dass das Handwerk der Chocolatiers jetzt zum immateriellen Kulturerbe wird, wurde diese Woche in der Sint-Hubertus-Galerie (Fotos unten) in der Brüsseler Altstadt bekannt gegeben. Dieser Ort ist nicht zufällig gewählt, denn hier wurde im Jahr 1912 die Praline erfunden…
„Unsere Hauptstadt ist der Geburtsort der Praline und des Ballotins (die typischen Pralinendosen, Red.). Schokolade ist also unwiderruflich mit Brüssel verbunden. Es ist denn auch vollkommen logisch, dass wir unseren Chocolatiers zeigen, dass wir sie wertschätzen“, so Brüssels geschäftsführende Staatssekretärin für das Kulturerbe, Ans Persoons (vooruit.brussels).
UNESCO-Kulturerbe?
Staatssekretärin Persoons hofft jetzt, dass auch die anderen Regionen in Belgien diesem Schritt folgen und ihre Chocolatiers bzw. deren Handwerk dem Kulturerbe hinzufügen. „Mittelfristig könnten wir vielleicht sogar in die UNESCO-Liste für das Welterbe aufgenommen werden.“ Dies ist aber nur möglich, wenn sich Flandern und die Wallonie diesem Schritt anschließen.
