In Nigeria ist Felix Omoregie (Foto) festgenommen worden. Der Mann wurde in Belgien vor einigen Jahren zu 10 Jahren Haft verurteilt, weil er dutzende junge Frauen aus Nigeria nach Europa, auch nach Belgien, geschmuggelt hatte, damit sich diese hier unter Zwang prostituieren. Omoregie handelte regelrecht mit diesen Mädchen.
In Belgien verurteilter Menschenhändler in Nigeria festgenommen
Felix Omoregie stand seit 2023 auf der „Most Wanted“-Liste der belgischen Justiz, von Europol und von Interpol. Jetzt konnte er in Benin City in seinem Heimatland Nigeria festgenommen werden, wohin er nach seiner Verurteilung fliehen konnte.
Nigeria bezeichnet Omoregie als „vermutlichen Mastermind hinter großangelegtem Menschenhandel“. Er schmuggelte als Bandenchef jahrelang junge nigerianische Mädchen, darunter auch Minderjährige, nach Europa - auch nach Belgien - wo diese durch Voodoo-Praktiken willenlos gemacht wurden, um sich zu prostituieren. Ihnen wurde dabei auch weißgemacht, dass sie hohe Schulden hätten und dass sie diese „abarbeiten“ müssen. Die jungen Frauen, die an diese Voodoo-Art glaubten, wurden erpresst, unterdrückt, sexuell ausgebeutet und als menschliche Handelsware missbraucht.
Das Netzwerk von Omoregie hatte Standorte in Italien, in Frankreich und auch in Brüssel, wo der Nigerianer mit „Stadthaltern“ arbeitete, die die jungen Prostituierten quasi bewachten und die ihnen fast alles Geld abnahmen. Nach seiner Verurteilung floh er nach Nigeria. Bei seiner Festnahme fand die dortige Polizei zahllose Beweise für den Menschenschmuggel und auch einen Ausweis für Kanada, der auf eines seiner Opfer ausgestellt war.
