An diesem Mittwoch beginnt im Vatikan das Konklave, bei dem ein neuer Papst, der Nachfolger von Franziskus, gewählt werden soll. Am Vorabend versammeln sich 133 stimmberechtigte Kardinäle zu einem ersten Wahlgang, dem einzigen des Tages. Unter den 133 Kardinälen, die im Konklave über die Nachfolge des Papstes entscheiden, sind auch zwei Kardinäle aus Belgien. Der neue Heilige Vater muss aus dem Kreis dieser Geistlichen kommen.
Konklave zur Papstwahl im Vatikan: Zwei Kardinäle aus Belgien sind mit dabei
Um 10 Uhr fand im Petersdom in Rom eine traditionelle Messe statt, in der die Kardinäle um die Unterstützung Gottes und des Heiligen Geistes bei der Wahl eines neuen Papstes baten. Am Nachmittag marschieren sie dann in einer Prozession zur Sixtinischen Kapelle und bitten dabei alle Heiligen, für sie zu beten.
Dann schließen sich die Türen der Kapelle mit den legendären Worten „extra omnes“, „alle hinaus“. Danach legen alle Kardinäle einen Eid ab und dann beginnt die eigentliche Arbeit mit einer ersten Abstimmungsrunde, die vielleicht noch nichts bringt - außer schwarzem Rauch.
Die meisten Beobachter gehen von einem Konklave von zwei bis drei Tagen aus, was ziemlich kurz ist, aber das war bei den letzten drei Malen schon so der Fall. Ab heute beginnt sie also wirklich, die Suche nach dem Nachfolger von Papst Franziskus.
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Zwei belgische Kardinäle im Konklave
Rein theoretisch wäre es auch möglich, dass der nächste Papst aus Belgien kommt. Unter den 133 Kardinälen, die im Konklave über die Nachfolge des Papstes entscheiden, sind auch zwei Kardinäle aus Belgien.
Einer der beiden belgischen Kardinäle ist Jozef De Kezel (77) aus Gent, der noch vor 2 Jahren an der Spitze der Katholischen Kirche in Belgien stand. De Kezel ist ein sehr reformbedächtiger Kardinal und ist wegen seiner Bescheidenheit auch im Vatikan geschätzt.
Der zweite Kardinal aus Belgien ist Dominique Mathieu (61) aus Arlon, der in Brügge aufwuchs. Mathieu verließ Belgien 2013 in Richtung Libanon und wurde vor 3 Jahren von Papst Franziskus zum Erzbischof von Teheran im Iran ernannt. Sein eher außergewöhnlicher geistlicher Lebenslauf macht ihn für den Vatikan interessant, denn er ist nicht zuletzt ein ausgewiesener Fachmann für den interkonfessionellen Dialog.
