Am Montagabend sind im Brüsseler Stadtzentrum Krawalle zwischen Randalierern und der Polizei ausgebrochen. Auslöser dieser neuerlichen Zusammenstöße waren wohl die Angriffe von FC Brügge-Hooligans auf Unbeteiligte am Rande des Pokalspiels gegen den RSC Anderlecht in Molenbeek und in Jette. Offenbar gab es in den sozialen Medien Aufrufe dazu, gegen Gewalt und Rassismus zu demonstrieren, doch diese Demo artete ebenfalls in Gewalt aus.
Randale in Brüssel am Montagabend als Reaktion auf die Fußballkrawalle von Sonntag
Fans und Hooligans von Club Brügge hatten sich am Sonntag von Bahnhof Brüssel-Zentral aus zu Fuß in Richtung König Baudouin-Stadion begeben, wo das Pokalfinale gegen Anderlecht ausgetragen wurde. Dabei aber war es zu Angriffen gegen unbeteiligte Anwohner in Molenbeek und Jette und zu Sachbeschädigungen gekommen. Hinzu kam noch, dass die Brügge-Fans dabei rassistische Parolen grölten.
In einer Reaktion darauf wurde für Montag zu Demonstrationen gegen Gewalt und Rassismus aufgerufen und an der Hallepoort sowie am Börsenplatz trafen sich bis zu 500 Personen zu zunächst friedlichen Kundgebungen, an der sich auch pro-palästinensische Aktivisten beteiligten. Als sich ein Demonstrationszug in Richtung Bahnhof Brüssel Süd/Midi aufmachte, kippte die Stimmung.
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Dutzende zumeist schwarz gekleidete Randalierer richteten sich gegen die Polizei und richteten Sachbeschädigungen an. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und mit Tränengas gegen die Krawallmacher vor und es kam zu Katz und Maus-Spielen in der Umgebung. Videos zeigen, wie die Randalierer ÖPNV-Haltestellen zerstören, Brand stifteten und mit Gegenständen auf die Polizei oder um sich warfen.
Verletzte gab es offenbar nicht und die Polizei nahm 12 Randalierer fest, gegen die jeweils Ermittlungsverfahren eröffnet wurden. Vorher sorgten Minderjährige für Randale in der Brüsseler Einkaufsmeile Nieuwstaat, wo die Polizei etwa 20 Jugendliche zu erkennungsdienstlichen Zwecken festnahm.

