Ausländische Investoren haben im Jahr 2024 belgische Staatsanleihen für eine Rekordsumme von 56 Mia. € gekauft, zwei- bis fünfmal so viel wie in den Vorjahren. Dies geht aus den Zahlen der Nationalbank hervor, wie die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd am Dienstag schreibt. Ende letzten Jahres besaßen Ausländer 60,8 µ% der belgischen Staatsschulden in Höhe von 390,8 Mia. €.
Ausländische Investoren erwarben massiv belgische Staatsanleihen
Die wichtigsten Käufer von belgischen Staatsanleihen waren Zentralbanken und Staatsfonds. „Eine mögliche Erklärung ist, dass die belgischen Investoren ihre Anlagen stärker international diversifizieren“, sagte Jean Deboutte, Direktor der Föderalen Schuldenagentur: „Ausländische Investoren müssen daher einen größeren Teil unserer Staatsschulden finanzieren.“
Belgische Anleger waren im vergangenen Jahr Nettoverkäufer von belgischen Staatspapieren. Die privaten Haushalte waren hierbei die vornehmlichsten Verkäufer. Sie legten die im September 2024 frei gewordenen 22 Mia. € an fällig werdenden steuerbegünstigten Staatsanleihen hauptsächlich in Terminkonten und Bargeldanleihen weiter an.
Die hohe Auslandsnachfrage nach belgischen Staatspapieren ermöglicht es unserem Land, sich billiger zu verschulden, aber die hohe Abhängigkeit von Ausländern birgt auch ein Risiko. Deboutte: „Bei schlechten Nachrichten verkaufen ausländische Anleger schneller.“
