Bei einem schweren Unwetter mit Überschwemmungen in Jordanien sind eine Frau und ihr Sohn ums Leben gekommen. Das belgische Außenministerium bestätigte entsprechende Meldungen. Die Frau befand sich mit ihren 3 Kindern auf einer Rundreise durch die betroffene Region.
Bei den Überschwemmungen am weltbekannten Tempel von Petra galt die belgische Familie zunächst komplett als vermisst. Im Laufe der Suchaktion wurden die Mutter und einer der Söhne tot geborgen. Einige Zeit später fand man die beiden anderen Kinder lebend und unverletzt, so die jordanischen Behörden.
Meldungen zufolge war die Familie in Jordanien auf einer Art Abenteuerreise ohne Führer oder Begleitung unterwegs. Heftiger Niederschlag und Unwetter hatten am Sonntag in der Umgebung von Petra für Überschwemmungen gesorgt. Die lokalen Behörden hatten danach rund 1.800 Touristen evakuieren können.
Inzwischen soll sich die Lage in dem betroffenen Unwettergebiet wieder entspannt haben. In den vergangenen Jahren ist es dort bereits mehrmals zu schweren Unwettern gekommen.
Weltberühmte Tempelanlage
Petra ist eine berühmte archäologische Stätte in der südwestlichen jordanischen Wüste, die sich etwa 200 km von der Hauptstadt Amman befindet. Die Hauptstadt des einstigen Königreichs der Nabatäer geht in etwa auf das Jahr 300 v. Chr. zurück.
Der Zugang durch eine enge Schlucht namens Al Siq führt zu Grabstätten und Tempeln, die in rosafarbene Sandsteinklippen gehauen wurden und der Stadt so den auch den Beinahmen "Die Rote" verliehen. Ihr wohl berühmtestes Gebäude ist der 45 m hohe Khazne al-Firaun, ein Tempel mit verzierter Fassade im griechischen Stil, der Schatzhaus genannt wird.
