Club Brügge hat am Sonntagabend im König-Baudouin-Stadion in Brüssel mit 2:1 gegen den RSC Anderlecht gewonnen. Romeo Vermant erzielte beide Treffer für seine Mannschaft. Brügge holte sich mit diesem Titel schon zum 12. Mal in seiner Geschichte den belgischen Landespokal. Das Pokalfinale in Brüssel wurde von Randale vor und nach dem Spiel überschattet. Dabei kam es offenbar auch zu rassistischen Zwischenfällen.
Der FC Brügge gewinnt den belgischen Pokal gegen RSC Anderlecht - Randale und Festnahmen am Rande des Spiels in Brüssel
Landesmeister FC Brügge dominierte das Pokalfinale gegen den RSC Anderlecht von Anfang an. Nach mehreren vergebenen Möglichkeiten von Brügge kam es erst nach knapp einer halben Stunde zu einem nennenswerten Angriff der Anderlechter. 5 Minuten vor der Halbzeitpause traf Romeo Vermant zur Brügger Führung.
Wie schon beim Anpfiff zum Spiel verzögerte sich auch der Beginn der zweiten Halbzeit durch Feuerwerk und Rauchbomben auf den Zuschauerrängen. Diesmal kam Anderlecht etwas besser aus den Startlöchern, doch nach gut einer Stunde Spielzeit traf Vermant zur Vorentscheidung. Erst in der Nachspielzeit sorgte Luis Vazquez für den Anderlechter Ehrentreffer.
Randale vor und nach dem Spiel
Vor und nach dem Pokalfinale kam es bis in die Nacht hinein zu Ausschreitungen zwischen Jugendlichen und Brügge-Anhängern. Brüsseler Jugendliche griffen nach dem Spiel Brügge-Anhänger an verschiedenen Orten in der Stadt und auch in der U-Bahn an. Auslöser dafür waren Zwischenfälle vor dem Spiel mit Brügge-Anhängern in Molenbeek und Jette.
Eine Gruppe von Brügge-Anhängern marschierte zu Fuß durch diese beiden Stadtteile in Richtung König-Baudouin-Stadion, griff dabei unbeteiligte Anwohner an, rief rassistische Parolen, z.B. "Wo sind hier die Moslems" und richtete Schäden in Geschäften an. Nach dem Spiel prügelten sich dadurch aufgebrachte Brüsseler Jugendliche mit Anhängern von Club Brügge.
Insgesamt nahm die Polizei 63 Personen fest. Dutzende von Menschen wurden verletzt, darunter auch einige Polizeibeamte. Brüssels Bürgermeister Philippe Close (PS) fordert jetzt lebenslanges Stadionverbot für Hooligans, die sich rassistischer Sprüche und Parolen schuldig machen.
