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DG-MP Oliver Paasch

Die Deutschsprachige Gemeinschaft kritisiert die belgische Post: "My bpost"-App immer noch nicht auf Deutsch verfügbar

Laut einer Meldung des deutschsprachigen Rundfunks BRF in Ostbelgien hat DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG, Foto) hat die belgische Post (Bpost) erneut dazu aufgefordert, die Inhalte ihrer App "My bpost" auch in deutscher Sprache verfügbar zu machen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ein Gutachten der Ständigen Kommission für Sprachenkontrolle habe bestätigt, so der BRF, dass die aktuelle Sprachauswahl der App gegen die in Belgien geltenden Sprachengesetze verstößt. MP Paasch übermittelte der Leitung der Post die Stellungnahme der Kommission.

Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass die derzeitige Beschränkung der App auf Französisch, Niederländisch und Englisch nicht im Einklang mit den Sprachengesetzen in Verwaltungsangelegenheiten in Belgien steht. Als zentrale Dienststelle unterliegt Bpost aber diesen Bestimmungen.

Der Ministerpräsident der Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien fordert daher erneut eine vollständige deutsche Sprachversion der App. Er wies die Unternehmensleitung von Bpost darauf hin, dass zur Vermeidung weiterführender juristischer Schritte ein zeitnahes und konstruktives Handeln notwendig sei.

Eine Kopie des Schreibens an Bpost-CEO Chris Peeters ging auch an die föderale Ministerin für öffentliche Unternehmen, Vanessa Matz (Les Engagés). In Belgien gelten die drei Landes- bzw. Amtssprachen Niederländisch, Französisch und Deutsch, doch bei weitem werden nicht alle föderalen bzw. regionalen oder provinzialen Webseiten oder Apps auch in deutscher Sprache angeboten. 

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