Die flämische Brüssel-Ministerin Cieltje Van Achter (N-VA, Foto) und mehrere Brüsseler Gemeinden (Watermaal-Bosvoorde, Vorst, Oudergem, Sint-Agatha-Berchem, Jette, Sint-Pieters-Woluwe, Evere und Elsene) haben sich zum Ziel gesetzt, „gemeinsam eine stärkere niederländischsprachige Dienstleistung“ in der Hauptstadt-Region aufzubauen. Dies ist eine erste Schlussfolgerung aus der „Runde der 19 Gemeinden“ der Ministerin.
Cieltje Van Achter und die Brüsseler Gemeinden wollen gemeinsam "an besserem Niederländisch in der Hauptstadt bauen"
In ihrer Vorstellungsrunde in den 19 Gemeinden der belgischen Hauptstadt spürte Flanderns Brüssel-Ministerin Cieltje Van Achter von den flämischen Nationaldemokraten N-VA und selbst Brüsselerin „die Bereitschaft der lokalen Verwaltungen, an einer stärkeren niederländischsprachigen Dienstleistung und an mehr Möglichkeiten, Niederländisch zu praktizieren, zu arbeiten.“ Man wolle in allen Gemeinden an dieser Sache arbeiten und auf kommunaler Ebene sei dahingehendes Engagement zu fühlen.
Van Achter geht es um eine Verbesserung der niederländischen Sprachenkenntnisse in der überwiegend frankophonen Hauptstadt-Region und zwar außerhalb des schulischen Kontextes: „Sowohl Kinder, als auch deren Eltern brauchen eine niederschwellige und zugängliche Herangehensweise, um diese Sprache zu lernen und zu üben“, so die flämische Brüsselerin. Die Anhebung des Budgets für außerschulische Begleitung von Kindern und Ferieninitiativen mit niederländischsprachiger Begleitung seien ein erster Schritt.
Van Achter musste bei ihrer „Runde der 19 Gemeinden“ aber auch feststellen, dass z.B. die flämischen Einbürgerungsverfahren und das „Haus des Niederländischen“ („Huis van het Nederlands”) noch nicht überall bekannt sind: „Für einige Gemeinden scheint dies unbekanntes Terrain zu sein.“ Es sei aber an den Gemeinden, Neuankömmlinge darüber zu informieren und mögliche Interessenten dahin zu verweisen, „doch aus meiner Runde ist ersichtlich, dass man vor allem an das französischsprachige Einbürgerungsverfahren verwiesen wird. Das unterstreicht einmal mehr die Wichtigkeit und das Bewusstsein, dass man mit den lokalen Verwaltungen struktureller zusammenarbeiten muss.“
Die „Runde der 19 Gemeinden“ wird noch bis Juni fortgesetzt und danach soll es zu einem Treffen mit dem Bürgermeister der größten Brüsseler Gemeinde, Brüssel-Stadt, kommen. Das ist der frankophone Sozialist Philippe Close (PS).
