Seit bekannt wurde, dass der belgische Radprofi Remco Evenepoel im Zuge der Heirat mit seiner marokkanisch-stämmigen Frau Oumi Rayane den moslemischen Glauben angenommen hat, ist das Paar Opfer von rassistischen Beleidigungen. Der Vater des Radsportlers zieht jetzt vor Gericht: „Es hört nicht auf! Das muss stoppen!“
Rassistische Beleidigungen gegen Remco Evenepoel und seine Frau: Die Familie schaltet die Justiz ein
Patrick Evenepoel, der Vater von Remco, hat genug von den anhaltenden rassistischen Bemerkungen und Beleidigungen gegen seinen Sohn, vor allem in den sozialen Medien: „Es geht nicht mehr um den Sportler, sondern um unser Kind. Diese Reaktionen können wir nicht mehr so stehen lassen.“ Jetzt seien die geeigneten Personen an der Reihe, so Evenepoel.
Vor allem bei einer Facebook-Gruppe aus der Heimatstadt der Evenepoels, „Remco Evenepoel - De ket van Schepdael“ (etwa „Der Jung von Schepdael“), mit rund 25.000 Mitgliedern, laufe derzeit alles aus dem Ruder. Und seit seinem eher schlechten Abschneiden beim Ardennen-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich am vergangenen Wochenende sei die Flut der negativen Äußerungen weiter angestiegen.
Vater Evenepoel rief inzwischen dazu auf, solche Facebook-Posts zu melden: „Teilen Sie Name und Bericht mit. Wir haben unseren juristischen Dienst angesprochen und werden Anzeigen erstatten. Das muss stoppen.“
VRT-Sportreporter verbreitet Gerücht
Zu allem Überfluss hat der VRT-Sporza-Journalist Ruben Van Gucht in einem TV-Gespräch angedeutet, dass Remco Evenepoel mit seinem Siegprämien die Familie seiner Frau finanziell unterstütze. Auch dies erbost die Evenepoels. Vater Patrick gab zu verstehen, dass die Familie seiner Schwiegertochter eine wohlhabende marokkanische Familie aus der eigenen Nachbarschaft in Schepdael sei. Van Gucht solle sich „um seinen Kram kümmern“, so Evenepoel.
