Die Inflation in Belgien ist im April auf 2,5 % gesunken. Das teilte das belgische Statistikamt Statbel mit. Damit liegt die Teuerungsrate auf dem niedrigsten Stand seit Januar 2024. Im März lag die Inflation noch bei 2,9 % gelegen und im Januar erreichte sie sogar über 4 %.
Die Inflation sank im April überraschend auf das niedrigste Niveau seit Anfang 2024
Der Rückgang kommt unerwartet, denn das Planbüro der belgischen Regierung hatte für April einen Anstieg auf 3,14 % berechnet. Auch die Inflation, die auf Basis des Gesundheitsindexes (der wiederum auf einen anderen Warenkorb fußt) errechnet wird und die für die Berechnung des Schwellen- bzw. Spilindexes genutzt wird, ging bis auf 3 % zurück.
Laut Statbel geht die sinkende Inflationsrate vor allem auf Erdgas (-5,9 %) und Strom (-4,6 %) zurück. Aber auch Kraftstoffe (-1,4 % - auf Jahresbasis sogar -11,6 %), Auslandsreisen und bestimmte Lebensmittel, wie Milchprodukte und Eier, Fisch und Meeresfrüchte, Brot und Getreide sowie Obst und Fleisch wurden preiswerter. Die größten Preisanstiege gab es bei Flugtickets und bei Hotelzimmern.
Rechnet man die Preisentwicklung für Energie und unverarbeitete Lebensmittel nicht mit, dann ändert sich das Bild: Die sogenannte Kerninflation stieg im April auf 2,8 %. im Vormonat lag sie bei 2,7 %.
