Zum Hauptinhalt springen
Inland
Justiz

Prozess gegen einen IT-Mitarbeiter eines Brügger Krankenhauses – Er soll Computer von Kolleginnen gehackt haben

Die Staatsanwaltschaft fordert 40 Monate Gefängnis für einen IT-Mitarbeiter, der Hunderte von Mitarbeitern des Sint-Jan-Krankenhauses in Brügge gehackt haben soll. Auf diese Weise versuchte der Mann, an private Fotos seiner Kollegen heranzukommen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der Angeklagte konnte sich Zugang zu einer Datei verschaffen, die alle Passwörter der Mitarbeiter des AZ Sint-Jan enthielt. Damit hatte er ihre Computer übernehmen und ihre E-Mails oder Google Drive beispielsweise nach privaten Fotos oder Nacktbildern durchsuchen können.

Die Computer von etwa einem Dutzend Frauen des Krankenhauses, die bei der Verhandlung im Gerichtssaal anwesend waren, wurden offenbar tatsächlich durchsucht. Der Angeklagte soll vor allem Bilder von Geburten oder vom Stillen sowie Urlaubsfotos dieser Frauen in Badeanzügen erbeutet haben.

Er verfügte über eine Datei mit den Namen von mehr als 500 Mitarbeitern, in der auch vermerkt war, ob Fotos gefunden wurden oder nicht. Nach der Geburt seiner Tochter zum soll er z.B. die PCs der Hebammen und der Ärztin durchsucht haben, die bei der Entbindung dabei waren.

Der Mann selbst streitet alles ab. Seinem Anwalt zufolge wurde er selbst gehackt, um ihn schuldig aussehen zu lassen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist die Beweislage gegen den Angeklagten allerdings erdrückend.

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5