Die sozialistische Gewerkschaft ACOD ruft für Dienstag, den 20. Mai, zu einem Generalstreik im öffentlichen Dienst auf. „Damit wollen wir uns gegen die katastrophalen Folgen der Arizona-Politik für die öffentlichen Dienste wehren“, schreibt die Gewerkschaft in ihrem Aufruf.
Die Gewerkschaft wendet sich gegen weitere Kürzungen durch die Politik der neuen belgischen Regierung „sowohl beim Personal als auch bei den Ressourcen“ im öffentlichen Dienst. Insbesondere die Reform der Renten im öffentlichen Dienst ist der sozialistischen Gewerkschaft ein Dorn im Auge.
Auch der jüngste Beschluss der Bundesregierung, Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst bei Überschreitung des Schwellenindexes auszusetzen, verärgert die Gewerkschaft. Darüber hinaus beklagt die Gewerkschaft die zeitliche Begrenzung des Arbeitslosengeldes und die Verschärfung des Vorgehens gegen Langzeitkranke.
Noch unklar, ob sich die ACV dem Streikaufruf anschließt
Als Reaktion auf den Streikaufruf der ACOD für den 20. Mai erklärt die christliche Gewerkschaft ACV, dass sie „die gleichen Sorgen und Unzufriedenheiten“ teilt wie ihre sozialistischen Kolleginnen und Kollegen.
Es sei jedoch noch unklar, ob sich die ACV an der Aktion beteiligen werde. „Morgen werden wir uns mit unseren Kollegen von ACOD zusammensetzen“, sagte die ACV-Vorsitzende Ilse Heylen gegenüber VRT NWS: „Dann werden wir definitiv auch über den 20. Mai sprechen.“
Heylen deutetet auch an, dass in dieser Woche, am 22. Mai, bereits eine Aktion für den Gesundheitssektor geplant ist. Auch am 23. Juni, dem „Tag des öffentlichen Dienstes“, sind Aktionen geplant.
