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VRT-Magazin-Sendung „Pano“ warnt vor Drogen in illegalen Vapes bei Jugendlichen

Mehrere auch von flämischen Jugendlichen genutzte Vapes enthalten Spice, eine hochgradig süchtig machende Form einer synthetischen Droge. Dies geht aus einer Untersuchung des VRT-Reportagemagazins „Pano“ hervor. Die Vapes werden als „Cannabis Vapes“ verkauft, die an sich schon illegal sind. Sie enthalten in Wirklichkeit eine Droge, die bis zu 50 Mal stärker als Cannabis sein kann.  Krebsexperten, Schulen und Belgiens Gesundheitsminister Vandenbroucke sind sehr besorgt.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Mehrere unter flämischen Jugendlichen kursierende Vapes enthalten Spice, eine hochgradig süchtig machende Form einer synthetischen Droge, wie aus einer Untersuchung von „Pano“ hervorgeht. „Pano“-Redakteur Victor Van Driessche ist einer der Autoren der Sendung: „Wir wissen, dass Vapes besonders bei jungen Leuten beliebt sind. Aber bei der Befragung von mehr als 200 flämischen Schulen haben wir festgestellt, dass neben den ‚normalen‘ Vapes auch viele ‚Cannabis Vapes‘ im Umlauf sind. Diese enthalten Flüssigkeiten, die als THC, dem Hauptwirkstoff von Cannabis, verkauft werden. Wir konnten 8 solcher Produkte selbst mit einem Schnelltest testen. Dabei stellte sich heraus, dass sie wahrscheinlich kein THC enthalten, sondern eine Form von synthetischem, gefälschtem Cannabis, auch bekannt als Spice.“

Und diese synthetischen Drogen sind manchmal bis zu 50 Mal stärker als normales Cannabis, so die Experten. Die Wahrscheinlichkeit, dass man ernsthafte Nebenwirkungen erleidet und schneller süchtig wird, ist größer. Junge Leute, die diese Flüssigkeit kaufen, denken, dass es sich um THC handelt, wie in Joints oder Weed. Aber in Wirklichkeit nehmen sie eine Droge, die viel gefährlicher ist und süchtig macht. Junge Menschen können die damit verbundenen Gefahren nicht immer einschätzen.

Beunruhigung in den Schulen

Schulen haben damit zu kämpfen, weil diese Vapes wie normale Vapes aussehen und riechen. Oft haben sie sogar einen Frucht- oder Bonbongeschmack. In 4 von 5 weiterführenden Schulen in Flandern und Brüssel wurde im vergangenen Jahr ein Anstieg des Konsums von Vapes unter Schülern festgestellt. Dies geht auch aus der „Pano“-Sendung hervor, denn die Redakteure führten eine entsprechende Umfrage bei 223 Schulen durch. In jeder dritten Schule wurden bereits Schüler unter starkem Einfluss von Cannabis beim Dampfen erwischt. 

„Eine kriminelle Industrie macht eine Generation von Kindern nikotinabhängig“

Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) will ein Verbot dieser aromatisierten Vapes prüfen. „Es handelt sich um ein ungesundes und gefährliches Produkt, das aus der Welt geschafft werden muss“, sagte Vandenbroucke nach dem „Pano“-Bericht über Vapes bei Kindern und Jugendlichen. Einwegvapes sind in Belgien seit diesem Jahr verboten, erfreuen sich leider aber immer noch großer Beliebtheit bei Jugendlichen und jungen Leuten. 

„Es ist furchtbar, dass Nikotin und sogar Drogen jetzt nach Aromen wie Apfel und Erdbeere schmecken“, bedauert der Minister: „Eine kriminelle Industrie macht eine Generation von Kindern nikotinabhängig.“ Im Kampf gegen diese illegalen Vapes ist laut Vandenbroucke vor allem ein europäischer Ansatz erforderlich.

Die Stiftung gegen Krebs fordert zusätzliche Maßnahmen, um junge Menschen von Vapes fernzuhalten. Die Regierung sollte junge Leute besser schützen, da sie anfälliger für den Belohnungseffekt von Suchtmitteln sind. Die Stiftung fordert unter anderem ein Verbot von Online-Werbung, eine strengere Durchsetzung des Mindestalters beim Erwerb von Vapes und Beschränkungen für die Geschmacksrichtungen, die Vapes so attraktiv machen.

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