Der Bau einer großen Wasserstoff-Pipeline zwischen den Häfen von Gent und Antwerpen könnte sich nach der Aussetzung der Umweltgenehmigung um ein Jahr verzögern, hat der Gasnetzbetreiber Fluxys bestätigt.
Wasserstoff-Pipeline zwischen den Häfen von Gent und Antwerpen droht sich um ein Jahr zu verzögern
Die Pipeline, die die Ortschaften Zelzate in der Nähe des Genter Hafens und Kallo, ein Dorf, das quasi mitten im Antwerpener Hafen liegt, verbinden soll, ist Teil der ersten Phase der Pläne zum Aufbau eines Wasserstoffnetzes in Belgien und stellt eine Investition in Höhe von mehreren Dutzend Millionen Euro dar.
Die Pipeline sollte eigentlich 2026 fertiggestellt werden, aber der Rat für Genehmigungsstreitigkeiten beschloss, die Umweltgenehmigung nach einem Eilantrag mehrerer Obstbauern auszusetzen. Die Obstbauern sind besorgt über die geplante Einleitung von Wasser, das mit PFAS, so genannten „forever chemicals“, kontaminiert sein könnte. Eine Entscheidung in dieser Frage könnte bis zu einem Jahr dauern.
Der belgische Gasnetzbetreiber Fluxys hatte eine Genehmigung für die Verlegung dieser 35 km langen Pipeline erhalten, die auch die Einleitung von PFAS-kontaminiertem Wasser in Oberflächengewässer vorsieht. Die Pipeline wäre ein wichtiges Bindeglied in Belgiens künftigem Wasserstoffnetz. „Sie befindet sich zwischen zwei wichtigen Industrieclustern und wird zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen“, sagte Fluxys-Sprecher Tim De Vil.
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