Gräser und andere Pflanzen, die auf Weiden oder Äckern wachsen, die mit Kunstdünger besprüht werden, lösen deutlich mehr Heuschnupfen aus, als Grasland ohne Dünger. Dies ist aus einer Untersuchung von flämischen Wissenschaftlern ersichtlich. Diese konnten zum ersten Mal einen Link zwischen Stickstoff und Pollen legen: Auf gedüngten Flächen kommen sechsmal mehr Pollen vor.
Flämische Wissenschaftler: "Gewächse auf Äckern, die gedüngt werden, sorgen für mehr Heuschnupfen"
Die Unterschiede zwischen Grasland, dass nicht gedüngt ist und Wiesen, auf die stickstoffhaltiger Kunstdünger gesprüht wurde, sind deutlich sichtbar. Auf ungedüngten Weiden wachsen auch Blumen und etwas weniger Gras. Auf gedüngten Flächen wächst grünes Gras und nichts anderes als das… Wissenschaftler aus flämischen Instituten haben jetzt untersucht, ob dies auch einen Unterschied für Menschen ist, die an Heuschnupfen leiden.
Dass eine solche Untersuchung nicht unerheblich ist, liegt auf der Hand: Zwischen 15 und 20 % aller Flamen leiden an Heuschnupfen. Das Resultat ist für die Betroffenen relevant, denn Düngung sorgt für mehr Pollen und zwar für Pollen, die starke allergische Reaktionen auslösen.
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Damit bekommt auch die Diskussion zur Nutzung von Stickstoff durch die Landwirtschaft möglicherweise eine neue Dimension. Bisher wurde „nur“ über verunreinigtes Grundwasser oder über Luftverschmutzung gesprochen, doch jetzt geht es ganz konkret um die Gesundheit von Menschen, so die Wissenschaftler, die teilweise aus der Katholischen Universität von Löwen (KU Leuven) in Flämisch-Brabant kommen.
Die Forscher haben übrigens einen praktischen Tipp für an Heuschnupfen leidende Zeitgenossen, die gerne in der Natur unterwegs sind: Je mehr Blumen auf den Feldern wachsen, je geringer ist die Gefahr von allergischen Reaktionen auf Pollen…

