Ryanair fordert die wallonische Regierung auf, rasch Maßnahmen zu ergreifen, um den Mangel an Sicherheitspersonal am Flughafen Charleroi zu beheben. Allein in den ersten Aprilwochen verpassten nach Angaben der Fluggesellschaft 2.000 Passagiere ihre Flüge aufgrund langer Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen. Ryanair selbst schlägt vor, dafür zusätzliches Sicherheitspersonal oder sogar Soldaten einzusetzen.
Ryanair fordert wallonische Regierung auf, zusätzliches Sicherheitspersonal oder Soldaten am Flughafen Charleroi einzusetzen
Nach Angaben der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair mussten Passagiere in den letzten Wochen bei den Sicherheitskontrollen Verzögerungen von bis zu 90 Minuten hinnehmen. Angesichts des bevorstehenden Osterwochenendes, das traditionell eines der verkehrsreichsten Wochenenden des Jahres auf dem Flughafen ist, müsse sich dies ändern, meint Ryanair.
Das Problem trat auch während der Weihnachtsferien auf. „Wir bitten den Flughafen seit mehreren Monaten, dieses Problem zu lösen, was nicht gelungen ist. Deshalb bitten wir jetzt die wallonische Regierung, dafür zu sorgen, dass Familien über das Osterwochenende reibungslos reisen können“, sagte Neal McMaham, Chief Operations Officer, gegenüber VRT NWS.
Nur die Hälfte der verfügbaren Kontrollbereiche geöffnet
Wegen des Mangels an Sicherheitspersonal ist heute nur die Hälfte der 11 verfügbaren Kontrollbereiche am Flughafen Charleroi besetzt. „Inakzeptabel“, findet Ryanair.
Ryanair selbst macht 2 konkrete Vorschläge, um das Problem zu lösen. Die erste Option besteht darin, ein zweites Sicherheitsunternehmen mit der Bereitstellung von Personal zu beauftragen, um sicherzustellen, dass alle Warteschlangen geöffnet sind, was in der Vergangenheit bereits geschehen sei.
Der zweite Vorschlag von Ryanair selbst zur Lösung des Problems geht sogar noch weiter und besteht in der Forderung nach dem Einsatz von geschultem Militärpersonal, wie es bereits auf anderen europäischen Flughäfen praktiziert wird.
Die wallonische Regierung soll sich mit dem Problem befassen, aber Ryanair betont, dass jetzt, kurz vor dem Osterwochenende, dringend gehandelt werden müsse.
