Bei der belgischen Bahn beginnt am Montagabend um 22 Uhr der 21. Streiktag des Jahres 2025. Wie bereits in der vergangenen Woche wird der Streik von den großen Gewerkschaften ACOD Spoor und ACV Transcom organisiert, gemeinsam mit VSOA Spoor, OVS und ASTB. Diese fünf Gewerkschaften haben zudem weitere Streiktage am 22. und 29. April angekündigt. Die NMBS/SNCB hat erneut einen alternativen Fahrplan ausgearbeitet. Die Streikaktion dauert bis Dienstagabend um 22 Uhr.
Der alternative Fahrplan basiert auf der Anzahl der Mitarbeitenden, die ihre Arbeitsbereitschaft gemeldet haben. Seit Montagmorgen ist dieser Fahrplan auf der Website der NMBS sowie in der NMBS-App einsehbar. Laut NMBS werden 7 von 10 Intercity-Zügen (IC) verkehren. Zudem fahren 6 von 10 Nahverkehrszügen (L-Züge) und S-Bahnen (S-Züge). Die meisten P-Züge (Berufsverkehrszüge) werden hingegen ausfallen. Die NMBS empfiehlt allen Fahrgästen, ihre Reise gut vorzubereiten und regelmäßig die App und Website zu konsultieren.
Mit dem Streik protestieren die Bahnmitarbeiter gegen eine Reihe von Reformen, die die föderale Regierung umsetzen will. Dabei geht es unter anderem um die Anhebung des Pensionsalters, mehr Flexibilität für Bahnmitarbeitende, Einsparungen im Bahnsektor sowie eine Reform von HR Rail, dem juristischen Arbeitgeber des Bahnpersonals.
HR Rail, der Schienennetzbetreiber Infrabel und die NMBS bedauern, dass „einmal mehr die Fahrgäste die Leidtragenden“ eines weiteren Streiktags seien, der „trotz mehrerer Vermittlungsgespräche“ zustande komme. „Die Streiklast wird für Fahrgäste, arbeitswillige Mitarbeiter und zahlreiche weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Akteure unerträglich“, so die Bahnunternehmen.
Am Dienstagmorgen wollen die Gewerkschaften im Bahnhof Brüssel-Süd das Gespräch mit den Bahnreisenden suchen. Danach werden sie am Hortaplein vor dem Pensionsturm (‚Pensioentoren‘) eine Protestaktion abhalten.
