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Mammographie (Archivfoto)
Gesundheit

Brüsseler Frauen erhalten aufgrund des Ausbleibens einer Regionalregierung keine Einladung zur Brustkrebsvorsorge

Keine einzige Frau in der Brüsseler Hauptstadt-Region ist in diesem Jahr zu einer Mammographie eingeladen worden. Das schreiben die Fachzeitschriften Medi-Sfeer und Le Spécialiste. Weil in Brüssel immer noch keine Regierung gebildet wurde, sind die Mittel für das Brustkrebs-Screening offenbar blockiert. Bei der geschäftsführenden Regionalregierung heißt es dazu, dass die dazu vorgesehenen Mittel zur Verfügung stehen würden und nur abgerufen werden müssten. 

Andreas Kockartz
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Zehn Monate nach den Regionalwahlen beginnt sich das politische Vakuum in Brüssel, auf die öffentliche Gesundheit auszuwirken. Die Vereinigung Bruprev, die für die Koordinierung der Screening-Kampagnen in der Region Brüssel zuständig ist, konnte im ersten Quartal 2025 keine Einladungen verschicken. Brüsseler Frauen zwischen 50 und 69 Jahren sollten normalerweise alle zwei Jahre eine Einladung zur Mammographie erhalten.

Julie Soens, Radiologin an der Brüsseler Sint-Jans-Klinik, bedauert die Situation: „Der Zweck des zweijährlichen Screenings besteht ja gerade darin, Läsionen so klein wie möglich oder in einem frühen Stadium zu entdecken. Dann ist es ärgerlich, dass durch das politische Zögern bereits mehr als drei Monate verloren gegangen sind.“ Sie verurteilt das politische Spiel, das die Gesundheit von Tausenden von Frauen gefährdet und fordert die Politiker auf, Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig betont die Radiologin, dass Frauen, die „einen Knoten spüren oder sich Sorgen machen, jederzeit mit einem ärztlichen Rezept in die Brustklinik gehen können“.

Brüssels scheidender Regionalminister für Soziales und Gesundheit, Alain Maron (Ecolo), erklärte gegenüber der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ, dass ihm die Entscheidung von Bruprev nicht bekannt sei. Die Finanzierung des Programms stehe nicht in Frage und die notwendigen Mittel würden wie vereinbart freigegeben. Er forderte Bruprev auf, die Einladungen wieder aufzunehmen.“

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