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„Amazônia“ in Brüssel: Wie der Fotograf Sebastião Salgado optisch in den Amazonas eintauchen lässt

Mit der Ausstellung „Amazônia“ will der brasilianisch-französische Fotograf Sebastião Salgado die Debatte über die Zukunft des Amazonaswaldes anregen. Über 200 Schwarz-Weiß-Fotografien in Großformaten, 7 Filme mit zusätzlichem Kontext und Zeugenaussagen, ein Soundscape von Jean-Michel Jarre, der Klänge direkt aus dem Lebensnerv des Planeten abgreift, 2 separate Hörräume, in denen Fotografie mit brasilianischer Musik gemischt wird. All das kann man bis November bei Thurn & Taxis in Brüssel erleben.

Andreas Kockartz
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Die Ausstellung, für die der Fotograf Sebastião Salgado (81) tief in das Herz des brasilianischen Regenwaldes vorgedrungen ist, scheut keine Mühen, um ihre Besucher in die wunderbare Welt des Amazonas zu entführen. Von São Paulo über Barcelona bis Singapur haben bereits mehr als anderthalb Millionen Menschen diese außergewöhnliche Reise miterlebt, die von 2013 bis 2019 dauerte und die auch die Herausforderungen der Bewohner des Amazonas in den Mittelpunkt stellt.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Ich bin kein Anthropologe oder Soziologe. Ich bin einfach nur ein Fotograf. Ich wollte zeigen, dass es Menschen gibt, die im Gleichgewicht mit unserem Planeten leben, so wie wir es vor tausend Jahren getan haben. Es hat mich überrascht, wie sehr wir uns alle, selbst die isoliertesten Völker, ähneln"

Sebastião Salgado 2014 im Dokumentarfilm „Das Salz der Erde“ von Wim Wenders

Man könnte es die Apotheose der Karriere eines Mannes mit einer Mission nennen. Zuvor hatte Salgado seinen Blick unter anderem auf Flüchtlinge und auf den Öl- und Erzabbau gerichtet. Die Fotos, die er von Hunderten von ungeschützten Schürfern machte, die sich wie Ameisen in einem Nest in der Mine Serra Pelada niederließen, machten ihn 1986 weltberühmt. 

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Mit der Erhabenheit tiefer Schwarz-Weiß-Kontraste setzte sich Sebastião Salgado oft mit grundlegenden sozioökonomischen Themen auseinander. In „Amazônia“ sind solche Fotos das ideale Werkzeug, um unter furchterregend aussehenden Wolken eine unheilvolle Glocke über die Artenvielfalt zu läuten. 

„Ich fotografiere das lebende Amazonasgebiet, nicht das tote“, sagt Sebastião Salgado zur Rechtfertigung dafür, dass er in dieser Ausstellung den Raubbau des Regenwaldes - die Abholzung und die Rodung - in dieser Ausstellung bewusst nicht abbildet. 

„Amazônia“, Sebastião Salgado, bis zum 11. November, Schuppen 4 bis, Thurn & Taxis, 1020 Brüssel

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