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Belgiens Pharmaindustrie kann durch die US-Zölle Probleme bekommen
Inland
Wirtschaft

US-Zölle: Auch Pharmaprodukte könnten betroffen sein, was ein Problem für Belgien darstellt

Bisher zählen Pharmaprodukte zu den Bereichen, die nicht mit Einfuhrzöllen in den USA belegt wurden. Doch in der Nacht zum Mittwoch hat US-Präsident Trump nun auch Zölle für solche Produkte angekündigt. Das wäre eine Entwicklung, die in Belgien zu Problemen führen kann.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Pharmazeutische Erzeugnisse gehören zu den wichtigsten Exportprodukten der hiesigen Unternehmen, die in die USA geliefert werden. Olivier Joris vom belgischen Unternehmerverband VBO sagte, dass dies ein Problem auf mehreren Ebenen sei: „Bisher sprechen wir nur von den direkten Konsequenzen. Die zweite Ebene ist die Tatsache, dass belgische Pharmaunternehmen nicht selten Zulieferer für Firmen in Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden sind. 

Das bedeutet, dass in Belgien produzierte Rohstoffe für Pharmaprodukte hergestellt und geliefert werden, die wiederum andere europäische Pharmaunternehmen in die USA exportieren. Diese werden mit Sicherheit ihre US-Zölle auch an die Zulieferer weiterreichen, in dem sie versuchen, deren Preise zu drücken… 

„Belgien droht schwer getroffen zu werden“

VRT NWS-Wirtschaftsjournalist Steven Rombout erklärt: „Wenn Trump seine Pläne umsetzt, droht unser Land schwer getroffen zu werden. Amerika ist der wichtigste Exportmarkt für unseren Pharmasektor. Man muss nur an Pfizer denken, an Janssen Pharmaceutica und an UCB (Union Chimique Belge). Ein Viertel des Pharmaexports fließt in die USA. Das entspricht eine Betrag von mehr als 17 Mia. €.“ 

„Wenn Amerika selbst mehr Medikamente produzieren wird, kann das auf Kosten von Aktivitäten in unserem Land gehen“, so Rombout weiter: „Amerikanische Einfuhrabgaben werden in erster Instanz europäische Medikamente dort teurer machen. Dadurch kann dort die Nachfrage sinken. Es besteht auch die Möglichkeit, dass hiesige Unternehmen mittelfristig mehr in den USA selbst produzieren. Und das ist auch das Ziel von Trump.“ 

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