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Maler in seinem Atelier
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13.623 Kunstschaffende haben in Belgien derzeit ein entsprechend anerkanntes Statut

Im ersten Arbeitsjahr der Kommission für Kunstarbeiter in Belgien wurden 1.867 sogenannte „Kunstarbeits-Atteste“ gewährt, wie aus den Jahresbericht 2024 des Bundessozialministeriums ersichtlich ist. Laut der aktuellsten Zahlen von März 2025 haben 13.623 Kunstschaffende oder -arbeiter ein solches Statut in Belgien. Inzwischen ist das Künstlerstatut akut in Gefahr. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Dank dieser Regelung haben die Betroffenen einen direkten und vollständigen Zugang zur sozialen Sicherheit in Belgien. Dieses Attest hat eine Gültigkeit von 5 Jahren und gilt sowohl für Künstlerinnen und Künstler, als auch für Beschäftigte im unterstützenden Bereich von Aktivitäten aus Kunst und Kultur, wie z.B. Ton- und Lichttechniker, Bühnenbauer usw. 

Die Kommission für Kunstarbeiter ist seit dem 1. Januar 2024 eingesetzt rund urteilt über die Anträge für ein solches Attest. Inzwischen kann das „Kunstarbeits-Attest“ auch online beantragt werden. 

(Lesen Sie bitte unter den Fotos weiter)

Schauspieler im Theater
Musiker

Ist das Künstlerstatut in Gefahr?

Laut dem belgischen Arbeitsminister David Clarinval (MR, Foto unten) hat sich das Budget für das „Kunstarbeits-Attest“ seit dem 1. Januar 2024 auf derzeit 136 Mio. € verzehnfacht, während eigentlich nur 11 Mio. € dafür zur Verfügung stehen würden. Seit Bestehen des Künstlerstatuts haben Kunstschaffende in Zeiten von wenig bis keinen Engagements auch Zugang zum Arbeitslosengeld.

Clarinval arbeitet an einer Reform des Systems und will den Zugang zum Arbeitslosengeld für die Betroffenen auf 2 Jahre beschränken (was auch generell der Fall bei Arbeitslosen sein wird, so das Koalitionsabkommen der Regierung De Wever). Zwar sieht das neue Koalitionsabkommen vor, dass das Künstlerstatut bestehen bleibt, doch dieses wird alle 5 Jahre evaluiert. 

Faktisch aber, so die Kritik aus dem Kunst- und Kultursektor, steht das Künstlerstatut bzw. sein Nachfolger, das „Kunstarbeits-Attest“ auf der Kippe, denn das, was Arbeitsminister Clarinval vorsehe, würde das System aushöhlen und vor allem für die unterstützenden Beschäftigten unmöglich machen. Clarinval argumentiert damit, dass viele der Betroffenen mehr als 5 Jahre lang als arbeitslos gelten und im Durchschnitt lediglich 65 Tage pro Jahr arbeiten würden. 

Belgiens Arbeitsminister David Clarinval

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