Flanderns Gesundheitsministerin Caroline Gennez (Vooruit, Foto), will ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren einführen. Zudem fordert die flämische Sozialistin, dass Social-Media-Anbieter wie Instagram und TikTok die Altersgrenze ihrer Nutzer sowie schädliche Inhalte strenger kontrollieren.
Magersucht und Internet: Flanderns Gesundheitsministerin will Social-Media-Verbot für Kinder
Die Ministerin reagiert auf eine Reportage der „Check-Redaktion“ unseres Hauses, der flämische Rundfunks VRT, die zeigte, dass viele Kinder und Jugendliche über soziale Medien sehr häufig mit Videos von Influencern konfrontiert werden, die unter anderem Magersucht thematisieren und damit fördern.
In dieser VRT-Reportage kommen auch Psychiater zu Wort, die darüber besorgt sind, dass derartige Videos besonders auch für junge Menschen gefährlich sein könnten, die bereits unter Essstörungen oder Übergewicht leiden.
Die flämische Vereinigung für Kinder- und Jugendpsychiatrie fordert ebenfalls, dass Regierung und Behörden in der Frage der Social-Media-Plattformen eingreifen. Bei Instagram und TikTok heißt es dazu, dass man bereits solche Inhalte entferne.
In der VRT-„Check“-Reportage erzählte eine 22 Jahre alte Studentin, die an Anorexia leidet, dass sie inzwischen ihr Smartphone gegen ein klassisches Handy ersetzt habe, mit dem man lediglich telefonieren und SMS-Berichte verschicken könne, damit sie ihre Krankheit ohne Einfluss aus dem Internet oder durch soziale Medien in den Griff bekommen kann.
