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Die Obstbauern im Haspengouw zünden Feuertöpfe an, um die Blüten gegen Nachtfrost zu schützen

Im Haspengouw in der flämischen Provinz Limburg mussten die Obstbauern wieder Feuertöpfe zwischen ihren Obstbäumen aufstellen, um die Blüten vor den eisigen Temperaturen zu schützen. Am Dienstagmorgen gegen halb 5 sank das Quecksilber an mehreren Stellen unter den Gefrierpunkt. Einige Obstbauern haben ihre Plantagen auch besprüht, um ihre Obstbäume gegen die Kälte zu wappnen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Es ist bereits die zweite Nacht in Folge, in der die Obstbauern im Haspengouw (dt. Hespengau oder Haspengau) früher aufstehen mussten, um ihre Obstbäume vor den eisigen Temperaturen zu schützen. Damit die Blüten der Obstbäume, die jetzt in voller Blüte stehen, nicht erfrieren, wurden Feuertöpfe in den Plantagen aufgestellt.

„Um halb vier in der Nacht ging der Alarm los“, sagte der Kirsch- und Pflaumenanbauer Kristof Hannosset am Morgen gegenüber VRT NWS. Er betreibt Plantagen in Alken, Zepperen (Sint-Truiden) und Horpmaal (Heers): „Wir haben zunächst versucht, die Temperaturen mit Heißluftpistolen auf über null Grad zu bringen, aber das war nicht genug. Also haben wir beschlossen, auch unsere Feuertöpfe anzuzünden. Nicht in jeder Reihe, denn es hatte nicht so stark gefroren.“

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Kristof Hannosset begutachtet seine Bäume

Die Feuertöpfe taten ihren Dienst. Über eine App sah Hannosset, dass die Temperaturen in seinen Plantagen wieder über null Grad lagen: „Wenn wir jetzt nicht eingegriffen hätten, bin ich mir nicht sicher, ob wir es bis zur Ziellinie geschafft hätten, aber es sieht gut aus. Wenn man zwischen den Bäumen spazieren geht, kann man die Blüten riechen und das ist ein gutes Zeichen, denn dann kann man sicher sein, dass die Blüte nicht beschädigt wurde. Nach diesen zwei Nächten habe ich noch keine Schäden.“

Bewässerung effizienter als Feuertöpfe?

Einige Obstbauern verwenden nicht nur Feuertöpfe, sondern lassen ihre Obstbäume auch bewässern bzw. berieseln, um sie zu schützen. Bei der Bewässerung werden die Blüten durch eine Wasserschicht geschützt, die um die Blüte herum gefriert. Diese Technik ist für Kirschbäume nicht geeignet, wohl aber für Birnen- und Apfelbäume. Bart Nicolai aus Zepperen schützt auf diese Weise 42 Hektar Plantage, wie er gegenüber VRT NWS angab: „Die Bewässerung funktioniert tatsächlich besser als Feuertöpfe. Ein solches System erfordert zwar viel Pflege, aber ich denke, das ist es wert.“

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Bart Nicolai am Morgen auf einer seiner Plantagen

Insgesamt verfügt er über 170 Hektar Obstplantagen. Nicht jede Plantage ist mit einer Sprinkleranlage ausgestattet, deshalb hat auch er Feuertöpfe angezündet - 10.500 insgesamt. „Es ist eine Menge Arbeit, sie alle rechtzeitig anzuzünden“, sagt Nicolai: „Mit 30 Helfern muss man jedes Mal mit anderthalb Stunden rechnen, um sie anzuzünden und zu löschen. Nach diesen zwei Nächten habe ich nur noch Schäden an den Parzellen ohne Sprinkler oder Feuertöpfe.“

Befrorene Blüten im Haspengouw

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