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Zusätzliche Kinderbetreuungsplätze für Flandern und Brüssel

Flandern gibt grünes Licht für den ersten Teil der Kinderbetreuungsreform. Es werden 10.000 zusätzliche bezahlbare Kinderbetreuungsplätze geschaffen, darunter etwa 850 in der niederländischsprachigen Kinderbetreuung in Brüssel. Gleichzeitig wird der Status von Kleinkindbetreuern in einen vollwertigen Arbeitnehmerstatus umgewandelt. 

Andreas Kockartz
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Die flämische Landesregierung hat eine Einigung zum ersten Teil der Kinderbetreuungsreform erzielt. Während sich Flanderns Ministerin für Wohlfahrt, Kampf gegen Armut und Chancengleichheit, Caroline Gennez (Vooruit), zuvor noch zurückfehalten hatte, die Zahl von 10.000 zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen zu bestätigen, steht diese Zahl jetzt schwarz auf weiß in den Plänen.

Der Großteil - 6.000 Plätze - wird einkommensabhängig sein. Dabei zahlen die Eltern einen Beitrag, der sich nach ihrem Einkommen richtet. „Jede Stadt oder Gemeinde kann sich dem Aufruf anschließen“, unterstrich Minister Gennez: „Dabei werden wir den Regionen den Vorrang geben, in denen der Bedarf am größten ist.“

850 zusätzliche Plätze in Brüssel

Die Regionen mit dem größten Mangel an Kinderbetreuungsplätzen - wie Brüssel, Antwerpen und Gent - werden bei den Verfahren für die Projektaufrufe vorrangig behandelt. Brüssel erhält für den niederländischsprachigen Bereich 850 zusätzliche Aufnahmeplätze, von denen 450 einkommensabhängig sind, so die flämische Landesministerin für Brüsseler Angelegenheiten, Cieltje Van Achter (N-VA).

Brüssel erhält zusätzlich zu den einkommensabhängigen Plätzen 400 neue Plätze mit Basisgebühr. Dort werden die Aufnahmeinitiativen entscheiden, welchen Beitrag die Eltern zahlen. Durch neue Initiativen in der Hauptstadt, die noch eingereicht werden können, könnten bis zu 150 weitere Betreuungsplätze geschaffen werden.

Brüssel-Ministerin Van Achter, die an den Plänen mitgewirkt hat, unterstreicht die Bedeutung der zusätzlichen Kinderbetreuungsplätze: „In einem großstädtischen Umfeld müssen Familien auf eine wohnortnahe, bezahlbare und in ihrer eigenen Sprache angebotene Betreuung zählen können. Dieser Ausbau ist ein wichtiger Schritt nach vorne.“

Finanzielle Unterstützung für den Bau von Betreuungsplätzen

„Flandern wird zusätzlich 200 Mio. € in die Kinderbetreuung investieren, sowohl in Flandern als auch in Brüssel“, so Wohlfahrtsministerin Gennez: „Damit wollen wir mehr Kindern einen bezahlbaren Platz bieten und zusätzliches Personal gewinnen. Wir werden uns dabei auf drei ‚P‘ konzentrieren: Preis, Platz und Personal. Auf diese Weise werden wir die Kinderbetreuung wieder zu einem Fördermotor für Kinder machen und Eltern mehr Freiraum bieten.“ 

Brüssel erhält 6 Mio. € für den Bau und die Renovierung von Kinderbetreuungseinrichtungen. Darüber hinaus stellt Flandern 60 Mio. € für neue Kinderkrippen bereit. Der flämische Beitrag zu den Baukosten steigt von 60 auf 70 %.

Auch das Personal wird besser unterstützt

Durch die Konzentration auf die einkommensabhängige Kinderbetreuung, wo die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen besser sind, verbessern sich laut Gennez auch die Arbeitsbedingungen. Der Status der Tagesmütter und -väter wird in einen vollwertigen Arbeitnehmerstatus umgewandelt, auch für die Gewinnung von Quereinsteigern in diesen Beruf und durch die Einrichtung eines neuen Studiengangs für Kinderbetreuung.

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