Die Trockenheit der letzten Monate beginnt sich auf die Grundwasserstände auszuwirken - auch in Flandern. Trotz des nassen Winters führt der trockene Monat März zu einem Rückgang der Wasserstände, die noch vor Wochen aus ausreichend bis sehr gut galten - auch in den Zisternen und Rückhaltebecken.
Grundwasserspiegel in Teilen Flanderns aufgrund der anhaltenden Trockenheit gesunken
„Allerdings gibt es Unterschiede: In Westflandern sind die Grundwasserstände (sehr) niedrig, während die Situation in Limburg normal ist“, sagt Katrien Smet von der Flämischen Umweltagentur (VMM).
Im März wurden beim Königlichen Meteorologischen Institut (KMI) in Ukkel/Brüssel gerade einmal 7,8 Millimeter Niederschlag registriert, was einem Zehntel der normalen Niederschlagsmenge entspricht. Und auch im April hat es (noch) nicht viel geregnet. Wie wirkt sich das auf den Grundwasserspiegel aus?
„Die Dürresituation hat sich in kurzer Zeit stark verändert“, sagt Katrien Smet von der flämischen Umweltagentur: „Die Wasserstände der schiffbaren und nicht schiffbaren Wasserläufe sinken rapide. Das Gleiche gilt für den Grundwasserspiegel. Außerdem ist in den Zisternen und Rückhaltebecken an manchen Stellen nur noch sehr wenig oder gar kein Wasser mehr vorhanden.“
Das ist auch für die Natur nicht förderlich. Sie steht jetzt in voller Blüte und braucht auch Wasser. Deshalb ist es notwendig, mit allen Arten von Wasser sparsam umzugehen“
Katrien Smet, Flämischen Umweltagentur (VMM)
Das Problem ist nicht in allen Teilen Flanderns gleich groß: „Im Westen und Norden Flanderns ist der Grundwasserspiegel für die Jahreszeit niedrig bis sehr niedrig. Im Osten Flanderns hat es noch mehr geregnet und dort sehen wir gerade normale oder hohe Grundwasserstände.“
Die Tatsache, dass der Grundwasserspiegel z.B. in Westflandern so niedrig ist, ist für diese Jahreszeit außergewöhnlich. „Das ist auch für die Natur nicht förderlich. Sie steht jetzt in voller Blüte und braucht auch Wasser. Deshalb ist es notwendig, mit allen Arten von Wasser sparsam umzugehen“, so Smet.
Die Flämische Umweltgesellschaft empfiehlt deshalb, das Wasser so weit wie möglich festzuhalten: „Wasserbewirtschafter und Landwirte können das zum Beispiel durch das Ziehen oder Erhöhen von Wehren oder durch korrektes Entwässern tun.“

