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Hochstamm-Baumgärten sind in der Region Haspengouw in Limburg einmalig

Flandern will Hochstamm-Obstgärten im Haspengouw als UNESCO-Welterbe anerkennen lassen

Der flämische Umweltminister Jo Brouns (CD&V) möchte gemeinsam mit dem flämischen Minister für Kulturerbe Ben Weyts (N-VA) prüfen, ob die Hochstammobstgärten im Haspengouw in der Provinz Limburg in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen werden können. Die Streuobstwiesen sind vom Verschwinden bedroht, aber sie sind einzigartige Landschaften. „Deshalb müssen sie besser geschützt werden“, so die Regionalen Landschaften Haspengouw und Voeren. 

Andreas Kockartz Belga
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Derzeit gibt es im Haspengouw noch 3.800 Hektar Hochstamm-Obstgärten, aber jede Woche verschwinden etwa 1 bis 2 Hektar. Deshalb hat die Abgeordnete Els Robeyns (Vooruit) im flämischen Parlament den zuständigen Minister Brouns gebeten, die Hochstamm-Obstgärten in Haspengouw besser zu schützen. Brouns antwortete, dass er zusätzliche Maßnahmen in Erwägung zieht. So wird er beispielsweise prüfen lassen, wie die bestehenden Subventionen verlängert werden können. 

Subventionen für Pflanzung und Pflege

„Die flämische Regierung will den Rückgang aufhalten, aber es gibt noch viel zu tun“, sagt An Digneffe vom Regionalen Landschaftsverband Haspengouw und Voeren: „Jedes Jahr werden Hunderte von Standardbäumen gepflanzt. In der letzten Pflanzsaison wurden in Südlimburg mehr als 400 Bäume gepflanzt. Aber sie erfordern auch eine besondere Pflege. Die Eigentümer haben nicht immer die Mittel und die Arbeitskraft, sich darum zu kümmern.“

Auch die Funktion der Streuobstwiesen hat sich von der Produktion zu einer kulturhistorischen bzw. einer attraktiven Umgebung für Einwohner und Touristen, verschoben: „Daher ist es auch logisch, dass die Eigentümer, die oft Landwirte sind, sich die Pflege nicht mehr leisten können. Derzeit gibt es bereits Fördermittel für die Bepflanzung, aber noch nicht für die Pflege.“

UNESCO

Darüber hinaus möchte Brouns, dass geprüft wird, ob die Obstgärten in Haspengouw von der UNESCO anerkannt werden können: „Die Bedeutung dieser Landschaften und Obstgärten im Haspengouw ist einzigartig und wir müssen sie weiter pflegen und schützen.“ 

Auch An Digneffe unterstreicht die Bedeutung der Hochstammobstgärten: „Wir haben in Südlimburg eine reiche Obstgeschichte und die Hochstammobstgärten sind ein Symbol dafür. Sie sind so einzigartig, dass eine Anerkennung angebracht wäre. Deshalb hoffe ich, dass jetzt wirklich etwas getan wird.“

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