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Hans Maertens von Voka (Archivfoto)
Inland
Wirtschaft

Was sagt der flämische Unternehmerverband Voka zu den neuen US-Zöllen?

Die USA sind der viertgrößte Handelspartner Belgiens. Die neuen amerikanischen Steuern verteuern belgische Produkte für die Verbraucher in Amerika und für die US-Unternehmen. Die Exporte, die für eine offene Wirtschaft wie die unsere wichtig sind, werden daher zurückgehen. Insgesamt exportieren flämische Unternehmen jährlich Waren und Güter für etwa 26 Mia. € in die USA. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Für Sektoren wie Chemie, die Pharmaindustrie, Maschinenbau, Transport und Ausrüstung sind die USA ein wichtiger Markt.

„Das ist ein harter Schlag. Auf diese 26 Mia. € wird eine 20-prozentige Abgabe erhoben, das sind 5,5 Mia. €. Das wird der flämischen und belgischen Wirtschaft wirklich schaden“, sagt Hans Maertens von Voka.  

Die Einfuhrsteuern unterbrechen die globale Wirtschaftskette. Belgische Unternehmen, die Firmen in unseren Nachbarländern beliefern, die wiederum in die USA exportieren, werden die Folgen ebenfalls zu spüren bekommen, so Martens. 

Generell schafft der Handelskrieg große wirtschaftliche Unsicherheit. Viele Unternehmen, auch wenn sie nicht exportieren, werden davon betroffen sein. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwierig, die genauen Auswirkungen abzuschätzen. Sie werden stark von den Verhandlungen zwischen den USA und der EU über Zölle und Gegenzölle abhängen, die Europa erheben wird. 

Voka schätzt, dass sich der wirtschaftliche Gesamtschaden für Belgien auf 2 % des Bruttoinlandsprodukts belaufen könnte. Das entspricht 12 Mia. €. „Wir schließen wirklich nicht aus, dass wir in eine Rezession geraten“, sagte Maertens.

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