Das Forschungszentrum imec aus Löwen in Flämisch-Brabant und die baden-württembergische Landesregierung werden gemeinsam ein neues Chip-Forschungszentrum für die Automobilbranche in Heilbronn aufbauen. Das Projekt wurde diese Woche bei einem gemeinsamen Pressetermin am Rande der Hannover-Messe vorgestellt.
Neues Chip-Forschungszentrum für die Automobilbranche von imec in Heilbronn geplant
Das neue Zentrum soll im Innovationspark AI in Heilbronn eingerichtet werden. Die baden-württembergische Landesregierung fördert das Projekt mit 40 Mio. € mindestens für die nächsten fünf Jahre. Ziel des Zentrums ist, neue Chip-Bausteine für Automobilanwendungen zu erforschen. Dazu gehört auch der Aufbau von Sensor- und KI-Technologie für intelligente, selbstfahrende Autos. Als „Wiege“ der Automobilindustrie in Deutschland sei Baden-Württemberg die „perfekte Region“ für eine Zusammenarbeit, erklärten die Partner dazu.
Die Investition passt auch in die Pläne der Europäischen Union, bei der Halbleiterproduktion weniger abhängig von anderen Kontinenten zu werden. Imec spielt bei dieser europäischen Strategie eine zentrale Rolle. „Dies ist eine Bestätigung unserer Position in der europäischen Technologiewelt“, sagte Luc Van den Hove, CEO von imec: „Autos werden zunehmend zu Supercomputern auf Rädern. Chiplets gelten als eine Technologie, die diesen Übergang möglich macht. Mit diesem Zentrum bringen wir unsere Innovationskraft nach Baden-Württemberg, und Baden-Württemberg bringt komplementäres Know-how zu uns. Dank ihrer Unterstützung kann auch das lokale Ökosystem einbezogen werden“.
„Die Verbindungen zwischen Flandern und Baden-Württemberg werden gestärkt“, sagte der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA): „Die sozialen Herausforderungen von heute erfordern mutige Lösungen. Wir werden nur erfolgreich sein, wenn wir zusammenarbeiten.“ Die Rekrutierung für das Zentrum könnte bald beginnen, sagte Van den Hove. Bis Ende des Jahres will der Vorstandsvorsitzende von imec etwa 20 Profile für das Projekt in Heilbronn einstellen und in einigen Jahren sollen dort 50 bis 100 Personen für das flämische Unternehmen arbeiten.
