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Flämisches Stromnetz nicht stark genug, um alle Unternehmen vollständig anzuschließen

Das Stromnetz in Flandern ist nicht stark genug, um Unternehmen, die große Mengen an Strom benötigen, sofort und vollständig anzuschließen. Die Netzbetreiber Elia und Fluvius arbeiten an Übergangslösungen, bis die geplante Verstärkung des Netzes abgeschlossen ist.

Andreas Kockartz
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Fluvius und Elia erklären, dass sie von der Zahl der Anfragen nach großen Stromanschlüssen in Flandern überwältigt sind. Nicht jeder Transformator ist stark genug, um die vielen Datenzentren und Industriebatterien zu versorgen, die in der Region aufgebaut werden.

Um das Risiko einer Überlastung zu vermeiden, könnten die Netzbetreiber nicht allen Anfragen nach einem sofortigen Vollanschluss nachkommen. Würde man diesen Anträgen nachkommen, bestünde die Gefahr einer Überlastung des Netzes, sagt Raf Bellers, Direktor für Netzmanagement bei Fluvius: „Dann besteht die Gefahr, dass ein ganzes Gebiet ohne Strom dasteht“.

Investitionen brauchen Zeit  

Fluvius und Elia investieren Milliarden von Euro in das flämische Stromnetz. Aber diese Investitionen brauchen Zeit und es gibt lange Lieferfristen für Materialien. Gleichzeitig sehen sich die Netzbetreiber mit zahlreichen und unerwarteten Anfragen nach Anschlüssen konfrontiert.

„Die Nachfrage ist unvorhersehbar“, sagt Bellers. „Wir wussten, dass wir in Transformatoren investieren müssen, aber wir wussten nicht genau, welche Station zuerst ausfallen würde.“

Elia und Fluvius arbeiten an Übergangslösungen, bis die geplante Verstärkung des Netzes abgeschlossen ist. Da die Unternehmen nicht immer die vollen 100 % des verfügbaren Stroms benötigen, wollen die Betreiber ihnen in Zukunft flexible Verträge anbieten.

Rechtlichen Rahmen schaffen

Solche Verträge sind rechtlich noch nicht möglich, aber die flämische Energieministerin Melissa Depraetere (Vooruit) bestätigte am vergangenen Donnerstag, dass die Regierung an einem rechtlichen Rahmen arbeitet. Sie sagte, Flandern werde weitere zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen, um das Problem vollständig zu lösen.

Die flämischen Privathaushalte sind von dem Problem nicht betroffen. „Es gibt kein Problem mit Anschlüssen für Wärmepumpen oder Ladestationen für Elektroautos. Das Problem sind die Anschlüsse für die Schwerindustrie“, so die Netzbetreiber.

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