In der Nacht zum Mittwoch wurde auf eine Anwaltskanzlei in Antwerpen ein Anschlag verübt. Dabei wurde ein Sprengsatz gegen das Gebäude geworfen, in dem sich die Kanzlei befindet. Vier in der Nähe parkende Autos und die Fensterscheibe der Kanzlei wurden stark beschädigt. In Antwerpens Justiz- und Anwaltskreisen macht sich Beunruhigung breit...
In der betroffenen Kanzlei in der Haantjeslei in Antwerpen arbeitet ein Anwalt, der bekannt ist, weil er in großen Drogenfällen aktiv ist.
Die Polizei wurde gegen 3 Uhr 20 am frühen Mittwochmorgen zum Tatort gerufen. Ein Polizeisprecher gab an, dass man wegen eines Feuers bzw. wegen einer Explosion gerufen worden sei. Zeugen sprachen von Benzingeruch.
Verletzt wurde niemand, doch der Sachschaden ist hoch, so die Polizei: „Es wurden vier Autos beschädigt, ein Lastenrad brannte aus und die Scheibe des mutmaßlich anvisierten Gebäudes zersplitterte.“ Die Spurensicherung suchte den Tatort nach möglichen Hinweisen ab.
Beunruhigung im Antwerpener Gerichtsgebäude
Anderthalb Jahre nach dem immer noch nicht aufgeklärten Mord an der Anwältin Claudia Van der Stichelen in Sint-Lievens-Houtem wird nun ein Sprengstoffanschlag auf eine Anwaltskanzlei verübt, und zwar mit einer Methode, die in das Drogenmilieu zu passen scheint. Der Dachverband Advocaat.be ruft zum Handeln auf, so der Vorsitzende Peter Callens. Laut dem Vorsitzenden Callens scheint es hier darum zu gehen, Druck auf die Anwälte auszuüben
Die Vereinigung der flämischen Anwälte fordert Konsultationen mit der Regierung über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Ob es einen Zusammenhang mit dem Drogenmilieu gibt, ist noch nicht geklärt, aber alles deutet darauf hin. Auch andere Anwälte arbeiten in der Kanzlei.
