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Der britische Schriftsteller und Schauspieler Stephen Fry erhielt die Ehrendoktorwürde der KU Leuven

Der britische Schriftsteller, Schauspieler und Moderator Sir Stephen Fry (Video, Gespräch mit VRT NWS in Englisch mit niederländischen Untertiteln) hat am vergangenen Freitag die Ehrendoktorwürde der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven) erhalten. Fry erhielt die Auszeichnung auf Empfehlung der Philosophischen Fakultät für seine „außergewöhnliche Beherrschung der Kunst des Geschichtenerzählens“.

Andreas Kockartz
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Die Philosophische Fakultät der KUL ehrte den 67-jährigen Briten für die Art und Weise, wie er Geschichten erzählt, „von persönlichen Memoiren über fiktive Erkundungen des menschlichen Zustands bis hin zu zugänglichen und witzigen Nacherzählungen antiker griechischer Mythen“. Die Institution würdigte ihn auch für „seinen aufmerksamen Beitrag zur öffentlichen Debatte über eine Reihe von oft sensiblen oder kontroversen Themen, für sein lebenslanges Engagement für die Sprache und für seinen Beitrag zur Wissenschaftskommunikation und sein Talent, komplexe Einsichten auf eine fesselnde Weise für ein breites Publikum zu erschließen.“ 

Fry wurde in den 1980er Jahren als Teil des Duos „Fry und Laurie“ an der Seite von Hugh Laurie berühmt. In den Jahren danach spielte er in zahlreichen Sketchshows, Filmen und Fernsehserien mit und schrieb mehrere Romane und Biografien. 

Erst vor kurzem wurde er von König Charles in seiner britischen Heimat zum Ritter geschlagen. KUL-Rektor Luc Sels nannte Fry „einen Mann der Buchstaben“ im weitesten Sinne und er unterstrich, wie er diese einsetzt: „er verkörpert die Werte unserer Universität. Er nimmt eine Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein und nutzt Sprache als freundliche und höfliche Waffe, um die Verbundenheit mit der Gesellschaft zu schaffen“. 

Erasmus 

In seiner eigenen Ansprache legte Fry einen Link zu Erasmus, denn dieser Humanist war sowohl in der Universität von Cambridge, als auch an der in Löwen aktiv: „Er lehrte uns, frei zu denken und dass man sich nicht sagen lassen muss, was man zu denken hat. (…) Es ist denn auch in dieser Tradition, dass ich diese Auszeichnung annehme.“ 

Zum Schluss hatte Fry noch eine Botschaft an die Studierenden: „Als Student ist es ein Privileg, Freunde zu haben. Man kann in trunkenen Nächten zusammen nachdenken und hitzige Diskussionen darüber führen, wie das Universum entstanden ist, ob es einen Gott gibt oder warum Belgien heute so schlecht im Fußball ist, was auch immer. Das ist so wichtig in einer Welt voller lauter Leute, die dir sagen, was du denken sollst.“

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