Bundesverteidigungsminister Theo Francken (N-VA, Foto) will die Zahl der möglichen Reservisten auf 20.000 verdreifachen. Dies meldete die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws in ihrer Montagsausgabe. Aktuell verfügt die belgische Armee über etwa 6.600 Reservisten.
Belgiens Verteidigungsminister will die Zahl der Reservisten verdreifachen
Im November erhalten die Achtzehnjährigen in Belgien einen Brief mit der Möglichkeit, sich für den freiwilligen Armeedienst zu entscheiden. Im ersten Jahr, sprich in 2026, werden 500 junge Leute ausgewählt und danach werden 1.000 Jugendliche pro Jahr die Wahl haben, sich bei der Truppe zu melden. Im Gegenzug erhalten sie ein Einkommen von 2.000 € pro Monat. Bis 2029 will Verteidigungsminister Francken mindestens 5.600 neue Reservisten rekrutiert haben.
Die, die nach dem Militärdienst die Truppe wieder verlassen, können für weitere 10 Jahre einberufen werden. Das heißt, sie stellen sich der Armee für einige Tage im Jahr zur Verfügung und dienen als Unterstützung für aktive Soldaten, falls ein Konflikt ausbricht.
Zweite Heeresbrigade
Francken will noch in dieser Legislaturperiode eine zweite Heeresbrigade aufstellen. Das soll eine „leichte Infanterie-Brigade“ sein, die sich nicht in gepanzerten Fahrzeugen bewegen soll, zu Fuß. Damit entspricht Belgien einer Forderung der NATO.
Belgien verfügt derzeit über eine solche Landstreitkräfte-Brigade mit Kommandozentrale in Marche-en-Famenne (Provinz Luxemburg). Die zweite Brigade soll mit ihrer Kommandozentrale in Leopoldsburg (Provinz Limburg) stationiert werden, so Francken.
