Am Donnerstagabend um 22 Uhr begann ein 24-stündiger Streik in den Gefängnissen. Die Belegschaft protestiert gegen die Einschüchterung und Gewalt und will die Politik auf die Notwendigkeit eines „schnellen und entschlossenen Vorgehens gegen den Terror“ aufmerksam machen.
24-Stunden-Streik in den Gefängnissen aus Protest gegen Gewalt
Die Aktion der gemeinsamen Gewerkschaftsfront ist eine Reaktion auf eine Reihe von Vorfällen in jüngster Zeit. Anfang des Monats wurde beispielsweise ein Molotow-Cocktail auf das Privatfahrzeug eines Wärters der Haftanstalt in Haren geworfen. Am vergangenen Wochenende wurde ein Gefängniswärter in Andenne von einem Häftling mit psychiatrischen Problemen angegriffen. Auch in Haren gab es am selben Wochenende wieder einen Vorfall. Am Mittwoch griff ein Häftling in Haren einen Wärter an und verletzte diesen.
Die Gewerkschaften fordern, dass schnell und konsequent gegen Aggressionen, Drogen und Handy-Schmuggel vorgegangen wird.
Während des Streiks wird eine Gewerkschaftsdelegation vor dem Büro von Justizministerin Annelies Verlinden (Christdemokraten, CD&V) in Brüssel Stellung beziehen. Sie bitten die Ministerin, sie zu empfangen, um die Beschwerden des streikenden Personals zu besprechen.
