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Inland
Wirtschaft

Der Hafen von Ostende erzielt das beste Ergebnis aller Zeiten, steht aber vor großen Herausforderungen

Im Jahr 2024 erzielte der Hafen von Ostende das beste finanzielle Ergebnis seit Bestehen der Hafenbehörde im Jahr 1997. Auch in Bezug auf die Beschäftigung steht der Hafen sehr gut da. In den letzten sechs Jahren wurden rund 450 Arbeitsplätze geschaffen und bis 2027 werden weitere 400 Jobs hinzukommen. „Aber wir sind auch realistisch: Es gibt 2 Bedrohungen, die das weitere Wachstum stoppen könnten,“ so Charlotte Verkeyn, die Vorsitzende der Hafenbehörde.

Andreas Kockartz
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Sichtlich stolz und erleichtert präsentierten Dirk Declerck, CEO des Hafens von Ostende, und Charlotte Verkeyn, Vorsitzende der Hafenbehörde, die Jahreszahlen für 2024. „Ich sage seit sechs Jahren in Folge, dass wir die besten Zahlen aller Zeiten erreicht haben und ich werde das nicht mehr sagen können“, lachte Verkeyn (N-VA): „Aber siehe da: Ich kann schon wieder mit Rekordzahlen aufwarten und das ist ein Schub für das Team, das jeden Tag hart arbeitet.“ 

Die Verwaltungsgesellschaft „Haven Oostende“ erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn vor Steuern von 2.687.328 %. Der Gewinn der letzten 6 Jahre ist höher als der Gewinn der letzten 20 Jahre zusammen“, so CEO Dirk Declerck: „Ein Beweis dafür, dass unsere neue Strategie aufgeht.“

Katastrophenjahr 2013

Der Hafen von Ostende ist der kleinste Hafen des Landes. Vor sieben Jahren stand er am Rande des Abgrunds. Mit dem Konkurs von Transeuropa Ferries (TEF) 2013 herrschte im Hafen kaum noch Aktivität. Damals endeten die Überfahrten von Ostende nach Großbritannien und der Hafen verlor einen seiner letzten großen Kunden. Danach konnte sich der Hafen zwar noch als Standort im Rahmen des Baus von Windrädern für Offshore-Anlagen in der Nordsee profilieren, doch schwarze Zahlen wurden damit nicht geschrieben.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Charlotte Verkeyn, Vorsitzende der Hafenbehörde und Dirk Declerck, CEO des Hafens

2018 wurde Dirk Declerck als neuer Hafen-CEO angestellt und er wartete mit neuen Strategien auf, die zu neuen wirtschaftlichen und maritimen Erfolgen inkl. neuen Arbeitsplätzen führte: „Mit einer Beschäftigungszahl von rund 1.000 Leuten bleibt der Sektor der Offshore-Windenergie wichtig, doch wir legen den Fokus jetzt seit 6 Jahren auf die gesamte ‚blaue Ökonomie’, also auf alle nachhaltigen und wassergebundenen Aktivitäten, auch auf Aquakultur und auf die zirkuläre Industrie.“ 

15 neue Unternehmen und noch mehr Beschäftigung

In den letzten 6 Jahren hat der Hafen von Ostende 15 Unternehmen an sich binden können und damit konnte das Ziel, neue Arbeitsplätze zu schaffen, erreicht werden, so der CEO: „In 6 Jahren haben wir 450 neue Stellen geschaffen und in den kommenden Jahren kommen weitere 400 Jobs hinzu. Aktuell arbeiten in und am Hafen 9.650 Menschen: 5.278 direkt und 4.372 indirekt – so viele wie noch nie zuvor. 

Probleme und Hindernisse für die weitere Entwicklung

Doch die weitere Entwicklung des Hafens stößt auf zwei nicht unerhebliche Hindernisse. Eines davon ist ein Plan im benachbarten Frankreich, einen Offshore-Windpark ausgerechnet an einer Fahrroute in der Nordsee bauen zu wollen, die in Richtung Ostende führt. Hafenvorständin Verkeyn ist entsetzt: „Man stellt doch auch keinen Container auf eine Autobahn zwischen zwei Ländern, sodass niemand mehr einfach durchkommen kann…“ 

Daneben braucht der Hafen Ostende auch Geld aus der flämischen Landeslasse für einen weiteren Ausbau. Für den Bau eines neuen Kais und eines 7 Hektar großen neuen Terminals werden rund 70 Mio. € veranschlagt. Dies ist notwendig, um Schiffe anlegen zu lassen, die im Hafen montierte Windkraftanlagen der neuesten Generationen zu ermöglichen. „Wenn wir diese Investition nicht leisten, dann droht uns mittelfristig der Verlust eines kompletten Sektors, der aktuell gut 1.000 Jobs umfasst, in Richtung Niederlande oder Frankreich.“ Noch kann sich die flämische Landesregierung in dieser Frage nicht konkret äußern… 

Idealer Standort für die Offshore-Windkraftindustrie

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