Die flämischen Christdemokraten CD&V haben einen Gesetzesvorschlag ausgearbeitet, mit dem in Belgien ein digitales Register mit Zahnabdrücken möglich werden könnte. Das Gebiss eines Menschen ist einmalig und ein solches Register könnte z.B. in Katastrophenfall dabei helfen, Personen zu identifizieren.
Digitales Gebissregister zwecks Identifikation? Flanderns Christdemokraten legen Gesetzesvorschlag vor
Schon nach den Terroranschlägen in Brüssel im Jahr 2016 ist solch ein Vorgang angedacht worden, doch dies wurde nicht weiterverfolgt. Doch jetzt arbeitet die CD&V wieder an der Idee zu einer solchen Datenbank.
Die CD&V-Parlamentsabgeordnete Nawal Farih denkt dabei nicht nur an Identifizierungen von Terroropfern, sondern auch von Unfallopfern. Schon jetzt lassen sich Forensiker bei der Identifikation von Opfern von DNA-Analysen, Datenbanken mit Fingerabdrücken und auch ab und zu von Untersuchungen von Gebissen helfen.
Schon jetzt haben die Zahnärzte hierzulande ein Dossier eines jeden ihrer Patienten und Farih will diese Informationen netzt auf der nationalen belgischen E-health-Plattform zentralisieren. Jetzt hoffen die flämischen Christdemokraten politische Partner im belgischen Bundesparlament zu finden, um diese Idee durchzubringen.
Doch die Idee findet nicht nur Beifall. Kritiker führen den Schutz der Privatsphäre an. Davon ist in dem CD&V-Vorschlag offenbar nicht viel zu finden… Der der Uniklinik Antwerpen (UZ Antwerpen) verbundene Gerichtsarzt Werner Jacobs sagte gegenüber der flämischen Tageszeitung De Morgen dazu: „Ich fürchte, dass es viel Arbeit erfordern wird, um dies zu standardisieren. Und ich stelle mir auch fragen rund um die Privacy.“
