Am Museum am Strom (MAS, Foto) in Antwerpen werden umfassende Sicherheitsarbeiten in Angriff genommen. Die Fassade des modernen Kulturhauses muss gesichert werden, da sich in letzter Zeit bei Sturmwetter Ziegelplatten aus den Fassaden lösen und abstürzen.
Sicherheitsprobleme am MAS in Antwerpen: Bei Sturm fallen Ziegelplatten aus den Fassaden
Das Problem ist nicht neu, wie die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws am Wochenende meldete. Experten befürchteten schon länger, dass dies eines Tages zu Problemen führen werde. Auch die „Monumentenwacht Antwerpen“, eine Einrichtung der Provinz, die für den Unterhalt von wertvollem Kulturerbe zeichnet, meldete in ihren Zweijahresberichten 2014, 2016, 2018 und 2023, dass man in dieser Frage mit Problemen zu kämpfen haben werde.
Erik Müller von „Monumentenwacht Antwerpen“ sagte dazu, dass die Probleme bei der Verankerung und der Befestigung der Platten vorkommen, „wahrscheinlich durch mangelhaftem Einbau beim Bau des Gebäudes.“
Bisher kam es nicht zu Verletzten beim Ausbrechen solcher Ziegelplatten. Doch 2019 hätte es ins Auge gehen können, als eine solche Platte bei einem heftigen Sturm am 8. Stock herausbrach und 50 Meter nach unten stürzte…
„Vorbeugen ist besser als genesen“
Bei der Stadtverwaltung von Antwerpen heißt es dazu, dass bei „normalen Wetter keine Gefahr besteht“, doch bei extremen Wetterverhältnissen sei es in der Tag passiert, dass Ziegel oder auch nur Stücke davon, abgebrochen seien.
Jetzt aber wolle man möglichen Unfällen zuvorkommen und prüfen, wie man der Sache Herr werden kann. Im schlimmsten Fall müssen alle ziegelroten Platten aus indischem Sandstein abgenommen und neu verankert werden.
Ganz nebenbei: Seit 2019 läuft ein Verfahren der Stadt Antwerpen gegen die Planer und die Bauunternehmen, die das MAS gebaut haben und dies genau zu dieser Frage. Da muss man sich auch fragen, wer die jetzt vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen bezahlen muss…
