Die kleinere und unabhängige belgische Eisenbahnergewerkschaft METSIP-Project streikt noch bis einschließlich Sonntag, den 30. März. Das bedeutet, dass in den nächsten Tage 7 von 10 IC-Zügen fahren, wie die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB meldet. Diese arbeitet mit den vorhandenen Mitarbeitern mit einem alternativen, sprich ausgedünnten Fahrplan.
Laut NMBS sind etwa 7 von 10 IC-Zügen in den nächsten Tagen unterwegs, jeder 5. Pendlerzug zu den Stoßzeiten und von den lokalen und den S-Bahn-Zügen sollen 2 von 3 Zügen eingesetzt werden.
Doch der Impakt des METSIP-Streiks kann sich von Tag zu Tag ändern und deshalb sollten Pendler und Reisende regelmäßig die Fahrpläne der Bahn auf der Webseite und der APP der NMBS vor Fahrtantritt prüfen. Der tägliche Notfahrplan ist 24 Stunden im Voraus abrufbar.
Die Gewerkschaft(en) protestieren zum einen gegen die Sparmaßnahmen bei der Bahn und zum anderen auch gegen die Sozial- und Rentenreform der neuen belgischen Bundesregierung, zu denen auch eine Anhebung des Rentenalters für Eisenbahner gehört.
Nationaler Streiktag?
Auf die Streikwoche von METSPI folgt am Montag, den 31. März, ein Streiktag der größeren Eisenbahnergewerkschaften ACOD-Spoor (sozialistisch) und ACV-Transcom (christlich). Diesem Streik schließen sich immer mehr Sektoren an, wie z.B. die Gewerkschaften des Schul- und Bildungswesens. Möglicherweise gipfelt dies in einem nationalen Streik- und Protesttag gegen die Pläne der Arizona-Regierung.
