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Belgischer Pressefotograf aus indischer Haft entlassen

Der belgische Pressefotograf Simon Clément darf das indische Gefängnis verlassen, in dem er 17 Tage lang wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das Waffengesetz inhaftiert war. Er wurde gegen Kaution freigelassen, berichtet das flämische Nachrichtenmagazin Apache am Freitag.

Jens Van Reet Belga
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Der 29-jährige Clément war am 16. Februar von Belgien aus zu einer Reportagereise nach Myanmar aufgebrochen. Über Zwischenstopps in Istanbul, Mumbai und Kalkutta erreichte er Mizoram, einen Bundesstaat im Nordosten Indiens. Von der Hauptstadt Aizawl aus überquerte er mit dem Bus die Grenze nach Myanmar, um dort eine Fotoreportage zu machen. Clément hielt sich zwei Wochen lang in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet im Bundesstaat Chin auf.

Bei seiner Rückkehr nach Indien wurde Clément am 5. März am Flughafen von Lengpui in Aizawl kontrolliert. In seinem Handgepäck fanden die Behörden eine leere Patronenhülse, die er als Souvenir mit nach Hause nehmen wollte. Dies führte zu seiner Festnahme, da man den Gegenstand als Munition einstufte.

Die indischen Behörden stellten während ihrer Ermittlungen fest, dass Clément nicht über die erforderlichen Visa verfügte. Er war mit einem Touristenvisum eingereist, doch laut Polizei hätte er ein Journalistenvisum benötigt. Der Fotograf wurde mehrere Tage lang von der Polizei und Mitgliedern des Geheimdienstes verhört.

Clément teilte Apache am Freitag mit, dass er gegen eine Kaution von 50.000 Rupien (534 Euro) freigelassen wurde. Er darf das Land jedoch nicht verlassen, bis sein Prozess vor dem Gericht in Aizawl abgeschlossen ist. Ein Urteil wird spätestens Ende Mai erwartet, so Apache-Journalist Paul Gebruers.

Benefizveranstaltung zur Deckung der Gerichtskosten

In Gent organisieren Unterstützer am Freitag und Sonntag eine Benefizveranstaltung im Café Molotov, um Cléments Gerichtskosten zu finanzieren. „Unter anderem findet eine Kunstauktion statt, bei der lokale Künstler Werke spenden. Sie wollen sich solidarisch mit einem Journalisten zeigen, der sich unermüdlich für die Geschichten vulnerabler Menschen einsetzt“, betont seine Freundin Lotte. 

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