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Gesundheit

Belgien ist europäischer Spitzenreiter bei Kokainrückständen im Abwasser

Nirgendwo in Europa werden so viele Kokainrückstände im Abwasser gefunden wie in Belgien. Vor allem Antwerpen sticht als absoluter Spitzenreiter hervor. Dies geht aus einer jährlichen Studie der Europäischen Drogenagentur (EUDA) hervor, die das Abwasser mehrerer Städte analysiert. Auch bei MDMA und Ketamin gehören wir zu den drei Spitzenreitern.

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Die Europäische Drogenagentur (EUDA) führt jedes Jahr einen Abwasservergleich in 128 Städten aus 26 Ländern durch. Eine Woche lang, zwischen März und Mai 2024, werden täglich Abwasserproben in Großstädten analysiert. Dies entspricht den Proben von etwa 68,8 Millionen Menschen. Diese Proben werden dann auf sechs Drogen getestet: Kokain, Amphetamin, MDMA, Ketamin, Methamphetamin und Cannabis.

Im Allgemeinen wurden in europäischen Städten mehr Rückstände von Kokain, MDMA und Amphetamin gefunden.

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Wie können die Rückstände illegaler Drogen aus dem Abwasser extrahiert werden? VRT NWS konnte diese Untersuchung einen Tag lang verfolgen.

Antwerpen ist der absolute Spitzenreiter in puncto Kokain, gefolgt von Tarragona, Amsterdam und Brüssel. Sowohl in Antwerpen als auch in Brüssel wurden mehr Kokainrückstände gefunden als im Jahr 2023.

Auch auf weltweiter Ebene schneidet unser Land auch sehr schlecht ab. Antwerpen zum Beispiel belegt den vierten Platz, davor liegen nur Lebu (Chile), Los Angeles (Chile) und Belo Horizonte (Brasilien). Brüssel belegt den neunten Platz.

Aus den Ergebnissen lässt sich sogar ablesen, an welchem Wochentag die meisten Kokainrückstände gefunden werden. Wenig überraschend ist der Samstag in Antwerpen der Top-Tag. Danach folgen der Freitag und der Donnerstag. Die wenigsten Kokainrückstände in unseren Abwässern werden an einem Dienstag unter der Woche gefunden. Auch in Brüssel ist der Samstag eindeutig der beliebteste Tag, aber auch am Sonntag und Montag werden viele Rückstände gefunden.

Und es gibt nicht nur Kokain. Wir belegen einen wenig respektablen zweiten Platz, wenn es um MDMA geht. In diesem Bereich werden wir nur von Amsterdam übertroffen.

Bei Ketamin belegen wir den dritten Platz. Letzten Monat wurde bereits enthüllt, dass sich in unseren Abwässern 7- bis 11-mal mehr Ketamin befindet als vor etwa 10 Jahren - und dieser Bericht bestätigt dies voll und ganz.

Auch Rückstände von Amphetaminen finden sich in unserem Abwasser - allerdings sind skandinavische Städte besonders hiervon betroffen.

Methamphetamine hingegen sind in Osteuropa besonders problematisch: Genauer gesagt in der Tschechischen Republik, mit nicht weniger als sieben tschechischen Städten in den Top 10. Cannabis ist ebenfalls häufig vertreten, wird hierzulande aber nicht gemessen.

Die Analyse der EUDA zeigt, dass Drogen wie Kokain, Ketamin und MDMA „eher am Wochenende, von Freitag bis Montag, konsumiert werden“. „Amphetamine, Cannabis und Methamphetamine werden dagegen mehr unter der Woche genommen“.

„Wir stellen eindeutig fest, dass das Drogenproblem sowohl weit verbreitet als auch komplex ist“, bestätigt Alexis Goosdeel von der EUDA. „Alle sechs Substanzen sind an fast allen Orten zu finden“.

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