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Inland
Justiz

Anschlag der Drogenmaffia in Antwerpen: 4 Jahre Haft für 31-jährigen Niederländer

Ein 31-jähriger Niederländer ist wegen seiner Beteiligung an einem Bombenanschlag der Drogenmaffia in der Osystraat in Antwerpen zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dies hat die Antwerpener Justiz entschieden. Der Mann hatte einen Minderjährigen an den Tatort gebracht, der dort einen Sprengsatz gezündet hatte. Die Explosion war so heftig, dass etwa 20 Gebäude beschädigt wurden.

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Die Osystraße, in der Nähe des Franklin Rooseveltplatzes, wurde am 2. April 2023 gegen 3 Uhr morgens durch einen lauten Knall aufgeschreckt. In der Wohnung eines Mannes, der wegen Drogenhandels bekannt ist, wurde ein Sprengsatz gezündet. Die Tür wurde herausgesprengt, die Fenster beschädigt, und die Feuerwehr musste anrücken und Abstützmaßnahmen durchführen. Die heftige Explosion beschädigte auch etwa 20 Gebäude und ein Dutzend Fahrzeuge in vier umliegenden Straßen.

Ein Zeuge sah jemanden auf ein Auto zulaufen und notierte sich dessen Kennzeichen. Es handelte sich um den Wagen eines 31-jährigen Mannes aus Rotterdam. Die Ermittlungen ergaben, dass dessen Handy und das Handy eines 47-jährigen Mannes den gleichen Weg wie das Fahrzeug zurückgelegt hatten. Die beiden niederländischen Staatsangehörigen wurden festgenommen und der belgische Justiz überstellt. Der Anschlag selbst wurde von einem Minderjährigen verübt. Seine DNA wurde auf Resten des Sprengstoffs gefunden.

Der 31-jährige Mann gab an, er sei über Snapchat gebeten worden, jemanden in Rotterdam abzuholen und nach Antwerpen zu fahren. Er habe den anderen Angeklagten mitgenommen, um - wie er sagte - etwas Gesellschaft zu haben. Laut seiner Aussage sei der minderjährige Junge in Antwerpen ausgestiegen und er habe dann in seinem Auto auf ihn gewartet. Als der Junge wieder eingestiegen sei, habe er gesagt, er habe erledigt, was ihm aufgetragen worden sei. Weiter sei dazu nichts gesagt worden und sie seien dann zurück nach Rotterdam gefahren.

Beide Angeklagten bestritten, im Voraus gewusst zu haben, dass der Minderjährige einen Anschlag verüben würde. Das Gericht hielt es für unwahrscheinlich, dass der 31-jährige Angeklagte lediglich ein ahnungsloser Fahrer war. Der andere Angeklagte wurde im Zweifel freigesprochen. Einem Anwohner wurde ein Schadenersatz in Höhe von 5 200 Euro für die Reparatur seines Autos zugesprochen.

Der jugendliche Beschuldigte wird vor dem Jugendgericht in den Niederlanden strafrechtlich belangt werden.

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VIDEO: Bilder nach der Explosion zeigen die Schäden

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