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Anker des legendären Polarschiffs Belgica in Ostende enthüllt: „Symbol der heroischen belgischen Expedition“

Die Belgica war ein großes Segelschiff, das im 19. Jahrhundert in die Antarktis fuhr, um wissenschaftliche Forschung zu betreiben. Aber das Schiff blieb 8 Monate lang im Eis stecken. 2 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Erst in den 1990er Jahren wurde das Wrack des Schiffes in einem Fjord in Norwegen entdeckt.

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Vor dem Flämischen Instituts für Meerforschung (VLIZ), in der Nähe des Leuchtturms Lange Nelle in Ostende, kann man seit heute den Anker der Belgica bewundern. Der belgische Entdecker Adrien De Gerlache benutzte diesen Dreimaster 1897 für eine Expedition in die Antarktis. De Gerlache und seine Mannschaft hatten während ihrer Reise besonders viel Pech.

Ihr Schiff steckte acht Monate lang im Eis fest. Während ihres Aufenthalts in der Antarktis war es bitterkalt und es gab kein Sonnenlicht, 2 Besatzungsmitglieder starben. Dennoch gelang es der Gruppe, wissenschaftliche Forschung zu betreiben. Unter anderem entdeckte Gerlache eine bis dahin unbekannte Meerenge, die bis heute Gerlache-Straße heißt.

Nach der Rückkehr der Belgica ging das Segelschiff in die Hände verschiedener Eigentümer über. Es wurde für weitere Expeditionen, aber auch als Walfänger, schwimmende Lebertranfabrik und während des Zweiten Weltkriegs sogar als Munitionsdepot für die Briten genutzt. Sie wurde schließlich bombardiert und sank in einem Fjord in der Nähe der norwegischen Stadt Harstad.

Symbol einer heroischen Expedition

„Die Existenz der Belgica geriet ein wenig in Vergessenheit“, sagt Jan Sys vom VLIZ, “bis Taucher das Wrack in den 1990er Jahren zufällig entdeckten. Sie untersuchten noch, ob das Schiff geborgen werden könnte, aber da es in schlechtem Zustand war und noch Munition enthielt, erwies sich das als unmöglich. Den Tauchern gelang es, zwei Anker zu bergen. Einer befindet sich jetzt hier, der andere in einem Wissenschaftszentrum in Norwegen. Das ist durchaus angemessen, zumal bei der Expedition von 1897 auch Norweger an Bord waren, darunter Roald Amundsen. Er war der erste, der später, 1911, den Südpol erreichte."

„Ich halte es für sehr wichtig, dass ein Anker der Belgica jetzt in Ostende ausgestellt ist“, fügt Sys hinzu. „Er symbolisiert eine heroische Expedition, die zu dieser Zeit absolut einzigartig war.“

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