So wie es aktuell aussieht, wird Valerie Van Peel die neue Vorsitzende der flämischen Nationaldemokraten N-VA. Die Partei hat bestätigt, dass sich keine anderen Kandidaten für den Parteivorsitz meldeten oder vorgeschlagen wurden.
Valerie Van Peel ist die einzige Kandidatin für die Nachfolge von Bart De Wever als Präsidentin der N-VA
Kandidaten für die Nachfolge von Bart De Wever, der Premierminister von Belgien geworden ist, konnten sich bis Montagabend um 23.59 Uhr bewerben. Van Peel hatte ihre Kandidatur bereits angekündigt und weiter meldeten sich keine Kandidaten. Die N-VA-Mitglieder werden in den kommenden Wochen über ihre Kandidatur abstimmen. Die Ergebnisse werden am 26. April bekannt gegeben. Für die Wahl zum Parteivorsitzenden ist die Zustimmung einer einfachen Mehrheit erforderlich.
Van Peel genießt eine breite Unterstützung in der Parteiführung, wie sich unmittelbar nach ihrer Ankündigung vor etwas mehr als einer Woche zeigte. „Allein die Tatsache, dass sie den Glauben an die Politik wiedergefunden hat und wieder antreten will, freut mich menschlich“, sagte z.B. Noch-Parteichef De Wever. Er betonte aber auch, dass es „die Mitglieder und nicht die Parteiführung“ seien, die seinen Nachfolger wählen werden.
180°-Drehung
Für Valerie Van Peel selbst bedeutet dies eine große Kehrtwende. Noch 2022 Jahr hatte sie sich enttäuscht aus der Politik zurückgezogen. In Interviews sagte sie letzte Woche, sie habe diese Enttäuschung verdrängt und wolle „wieder etwas in der Gesellschaft bewirken“.
„Ich wollte immer Politik auf eine Weise machen, die mit Substanz zu tun hat. Ich habe versucht, die Hindernisse zu überwinden“, sagte Van Peel am Dienstagmorgen gegenüber dem VRT-Sender Radio 1, „und das werde ich auch weiterhin tun. Ich kehre in ein System zurück, an dem ich selbst zerbrochen bin, aber ich kehre mit neuem Elan zurück.“
