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Streit um den Konflikt in Ost-Kongo

Konflikt im Osten Kongos: Diplomatischer Bruch zwischen Belgien und Ruanda

Ruanda hat beschlossen, dass alle belgischen Diplomaten das Land innerhalb von 48 Stunden verlassen müssen. Die frühere belgische Kolonie will alle diplomatischen Beziehungen zu Belgien wegen der angeblichen Unterstützung unseres Landes für den Kongo abbrechen. Außerdem wirft Ruanda Belgien vor, die Europäische Union unter Druck zu setzen, um Sanktionen zu verhängen. 

Andreas Kockartz
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Belgiens Außenminister Maxime Prévot (Les Engagés) bedauerte die Entscheidung und verwies seinerseits alle ruandischen Diplomaten des Landes, in dem er sie zu „personae non grata“ erklärte. Vor nicht allzu langer Zeit hatte Ruanda auch die Entwicklungszusammenarbeit mit Belgien ausgesetzt. In dem Konflikt im Ostkongo haben die von Ruanda unterstützten M23-Rebellen in kurzer Zeit große Teile des Landes eingenommen. Alles dreht sich um die belgische Kritik an der Unterstützung Ruandas für die Rebellen im Ostkongo.

Nach Ansicht von VRT-Afrikakorrespondentin Katrien Vanderschoot, die sich derzeit in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa aufhält, ist diese Entwicklung besorgniserregend: „Ruanda wirft Belgien vor, sich auf die Seite des Kongo gestellt zu haben. Die Feindseligkeit hatte sich schon seit einiger Zeit aufgestaut. Ruanda hatte bereits die Entwicklungszusammenarbeit mit Belgien ausgesetzt. Erst heute Morgen (Montag, Red.) haben die europäischen Außenminister ein erstes Sanktionspaket verabschiedet, das ein Einreiseverbot für die Anführer der M23-Rebellen sowie für Vertreter der ruandische Armee und von Bergbauunternehmen vorsieht.“  

Ruanda hat möglicherweise auf diesen Moment gewartet, um Belgien zu bestrafen und die diplomatischen Beziehungen abzubrechen. Außenminister Prévot bezeichnete das Vorgehen als unverhältnismäßig. Auch die Demokratische Republik Kongo ist eine ehemalige Kolonie. Beide Länder verfügen über enorme und weltweit gefragte Bodenschätze, z.B. sogenannte „Seltene Erden.“  

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