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Gesundheit

Rund 290.000 in Belgien lebende Menschen sind permanent arbeitsunfähig

Mehr als die Hälfte der etwa 500.000 Langzeitkranken in Belgien sind bis zu ihrer Pensionierung für arbeitsunfähig erklärt worden. Das schreibt das flämische Wirtschaftsblatt De Tijd unter Berufung auf Zahlen der LKIKV (Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung). Rund 290.000 Menschen sind davon betroffen. Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit)  will einen Teil der für dauerhaft arbeitsunfähig erklärten Personen erneut untersuchen lassen. Einige Langzeitkranke können seiner Meinung nach noch angepasste berufliche Tätigkeiten ausüben.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Mehr als eine halbe Million Menschen sind seit mehr als einem Jahr zu Hause und krankgeschrieben. Mehr als die Hälfte der Betroffenen erhält Krankengeld bis zur Rente. Völlig inakzeptabel, findet Minister Vandenbroucke. Der flämische Sozialist hat hier bereits interveniert. Seit Juli letzten Jahres können Langzeitkranke ihre Arbeitsunfähigkeit im Prinzip nur noch um maximal fünf Jahre verlängern. 

Allerdings gibt es immer noch Ausnahmen. Diese gelten für Menschen mit Demenz oder für Patienten, die an fortgeschrittenem Krebs leiden. Einige der Betroffenen, die zuvor für dauerhaft arbeitsunfähig erklärt wurden, wurden und werden erneut überprüft, um festzustellen, ob sie nicht doch wieder in den Beruf zurückkehren können oder ob sie für angepasste und leichte Tätigkeiten eingesetzt werden können. 

Die Krankenkassen prüfen stichprobenartig, unter anderem bei jüngeren Menschen mit Depressionen oder mit Burnout, ob eine dauerhafte Krankschreibung nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne zu rechtfertigen ist. Und die Kassen prüfen, ob einige von denen, die in den letzten 15 Jahren bis zur Rente krankgeschrieben waren, eigentlich nicht doch wieder arbeiten können und für angepasste Tätigkeiten fähig sind.

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