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Bundesfinanzminister Jan Jambon testet den neuen Bodyscanner am Brussels Airport
Inland
Justiz

Neuer Scanner am Brussels Airport soll verhindern, dass Drogen im Körper geschmuggelt ins Land kommen

Am Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem wird ab April ein neuer Scanner eingesetzt, der Personen überführen soll, die Drogen oder anderes im eigenen Körper ins Land schmuggeln wollen. Das neue System wirkt deutlich schneller als alle bisherigen Wege, hieß es beim belgischen Zoll in Zaventem am Montag, als der Scanner vorgestellt wurde. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Bundesfinanzminister Jan Jambon (N-VA, Foto oben), der auch für den Zollzuständig ist, testete am Montag geduldig als erster den neuen Körperscanner. Ab dem kommenden Monat sollen alle verdächtigen Passagiere hier in diesem Scanner die Reihe kommen, so der Minister: „Wenn ein verdächtiges Symptom vorliegt, werden diese Leute zuerst einem Urintest unterzogen und wenn dieser Hinweise gibt, werden sie hier gescannt. Früher wurden sie in die Universitätsklinik Jette (Gemeinde in Brüssel, Red.) gebracht, wo solche Tests dann durchgeführt werden mussten. Jetzt können sie hier direkt unter den Scanner gehen. Ich habe es gerade selbst gemacht. Es dauert 11 Sekunden. Dann kann man tatsächlich sehen, ob die Leute Drogen, Geld und auch Bargeld einschmuggeln.“

Diese Scans zeigen deutlich, wo sie die Drogen verstecken. Der britische Zoll arbeitet seit 20 Jahren damit und hat jetzt auch die belgische Zollbehörde im Umgang mit diesem Scanner geschult.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Wie dieses Foto zeigt, hatte eine Verdächtige einmal hundert Drogenpäckchen mit Kokain in ihrem Magen. In den letzten vier Jahren wurden am Flughafen Zaventem etwa 80 Personen bei dem Versuch erwischt, Kokain oder Heroin in ihren Körpern zu schmuggeln (21 letztes Jahr). 

Es gibt zwei Wege, die sogenannten Drogenkügelchen im Körper zu schmuggeln. Sie werden entweder eingenommen oder in den Anus bzw. in die Vagina geschoben. Diese Drogen sind also mit bloßem Auge nicht zu erkennen, aber dank des neuen Körperscanners wird der Zoll Drogenkuriere schneller und effizienter aufspüren können. Verdächtige werden gescannt, wenn sie sich seltsam verhalten und wenn die Zöllner diese Art von Schmuggel vermuten.

Warum ist der Scanner für den belgischen Zoll am Flughafen in Zaventem so wichtig? „In erster Linie sollen die Leute davon abgehalten werden, kriminellen Schmuggel durchzuführen. Wenn ich in Zaventem mit so etwas ankomme, laufe ich Risiko, durchsucht zu werden. (…) Wir wollen alle Einfallstore bei der Einreise durch Flughäfen so gut wie möglich sichern, damit so wenig Drogen wie möglich in unser Land kommen“, so Innenminister Jambon.

Die belgischen Zöllner wurden von Kollegen des britischen Zolls an dem Scanner ausgebildet - Die Briten nutzen solche Scanner schon länger

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