56 % aller verfügbaren Industrieflächen in Flandern befinden sich in der Provinz Limburg. Aber auch hier ist das Angebot in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Dies geht aus einer Analyse des Arbeitgeberverbands VOKA hervor. Heute stehen in Limburg noch etwa 300 Hektar freie Industrieflächen zur Verfügung. Das sind 9 % weniger Fläche als noch vor einigen Jahren. VOKA ist auch besorgt über die großen regionalen Unterschiede auch auf Provinzebene. Es gibt in 19 Limburger Gemeinden überhaupt keine entsprechenden Freiflächen (mehr).
Die Hälfte aller verfügbaren Industrieflächen in Flandern liegt in Limburg: „Aber auch hier sinkt das Angebot in rasantem Tempo!“
Die Analyse von VOKA zeigt, dass in ganz Flandern noch 531 Hektar Industrieflächen zur Verfügung stehen - 56 % davon in Limburg. „In den anderen Provinzen ist es schon sehr dramatisch. Große Investitionsprojekte sind dort nicht mehr möglich. Das ist ein Vorteil, den wir in Limburg ausspielen müssen“, sagt Jonas De Raeve von VOKA Limburg.
Aber auch in Limburg geht das Angebot an freien Industrieflächen zurück. „Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, wird es in vier Jahren auch in Limburg keine freien Industrieflächen mehr geben“, so De Raeve weiter. Auch innerhalb der Provinz gibt es große Unterschiede. In Lommel, Oudsbergen, Beringen und Genk zum Beispiel sind noch viele Flächen verfügbar, aber in 19 Limburger Gemeinden ist überhaupt nichts mehr verfügbar.
„Wir unterstützen natürlich die nachhaltige Nutzung von Raum“, fügt VOKA hinzu. „Aber wir werden für bestimmte industrielle Aktivitäten immer noch separaten Raum brauchen. Man kann das nicht einfach mit anderen Wirtschaftstätigkeiten verflechten oder sie in Stadt- oder Dorfzentren ansiedeln“, so De Raeve abschließend.
